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10.06.2015

09:31 Uhr

Vorlaut im Netz

Zurück ins Gefängnis wegen Facebook-Einträgen

Wegen versuchten Totschlags an seiner Frau bekam ein 35-Jähriger fast sieben Jahre Haftstrafe, zuletzt auf Bewährung ausgesetzt. Weil er Beleidigungen auf Facebook postete, muss er nun zurück ins Gefängnis.

Gerichtlich angeordnetes Kontaktaufnahmeverbot gilt auch in sozialen Netzwerken. ap

Die Facebook-Startseite

Gerichtlich angeordnetes Kontaktaufnahmeverbot gilt auch in sozialen Netzwerken.

HammNach beleidigenden Einträgen auf seiner eigenen Facebook-Seite muss ein 35-jähriger Mann aus Löhne zurück ins Gefängnis. Das Oberlandesgericht Hamm wertete die Äußerungen über seine ehemalige Frau als Verstoß gegen Bewährungsauflagen. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung hatte der Straftäter sich nicht an ein Kontaktaufnahmeverbot gehalten. Das OLG bestätigte damit rechtskräftig einen Beschluss des Landgerichts Bielefeld.

Der Mann aus dem Kreis Herford wurde 2009 wegen versuchten Totschlags an seiner Frau zu fast sieben Jahre Haft verurteilt. 2014 wurde die Strafe unter Auflagen ausgesetzt. Anschließend schrieb er eine Vielzahl beleidigender Einträge.

Die wertete das Gericht als bewussten Versuch, Kontakt zum Opfer aufzunehmen. Auch wenn dies nur indirekt über Angehörige oder Bekannte geschehen konnte. Außerdem sieht das OVG die Gefahr, dass der Mann erneut gewalttätig wird, da der Partnerschaftskonflikt offenbar noch nicht aufgearbeitet wurde (Az.: 3 Ws 168/15 vom 7. Mai 2015).

Von

dpa

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