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19.06.2011

14:19 Uhr

Vulkan Caulle

Argentinien leidet unter Vulkanasche-Chaos

Obwohl die Aktivität der Vulkankette Caulle langsam nachlässt, sorgt die Asche in Chile und dem benachbarten Argentinien weiter für Ärger.

Ein unter Asche begrabene Straße im argentinischen Villa La Angostura. Der Ort ist von dem Ausbruch des Vulkans Caulle besonders betroffen. Quelle: dapd

Ein unter Asche begrabene Straße im argentinischen Villa La Angostura. Der Ort ist von dem Ausbruch des Vulkans Caulle besonders betroffen.

Buenos AiresIn Argentiniens größtem Winterurlaubsort Bariloche sind die Hotelreservierungen wegen des Vulkanasche-Desasters um 80 Prozent zurückgegangen. Dort und im unweit gelegenen Villa La Angostura kämpfen die Menschen mit Besen, Schaufeln und Baggern gegen die Aschemassen. Allein diese beiden Städte im Südwesten Argentiniens befürchten kurz vor Beginn der Wintersaison auf der Südhalbkugel Einnahmeverluste in dreistelliger Millionenhöhe. Die Regierung in Buenos Aires sagte Nothilfen zu.

Villa La Angostura liegt nur etwa 35 Kilometer entfernt von der Vulkankette auf chilenischer Seite. Tausende Menschen haben den Ort schon verlassen. Die Schulen sind geschlossen, vielerorts fehlt noch Strom, auch die Telefonnetze sind in Mitleidenschaft gezogen.

„Wir hoffen, dass dies alles bald vorbei sein wird. Unser aller Leben verändert sich durch diesen Vulkan“, sagte Eduardo Antriao, der in der Nähe von Villa wohnt. In dem Ort sind Hunderte Freiwillige unterwegs, um Dächer und Grundstücke zu säubern. Die Aschedecke ist mancherorts bis zu 40 Zentimeter dick.

In Argentinien sind die Provinzen Neuquén, Río Negro und Chubut an der Grenze zu Chile besonders betroffen. In Bariloche bleibt der Flughafen bis mindestens 30. Juni geschlossen. Die Straßen sind aschebedeckt, aber befahrbar. Der LKW-Verkehr wurde allerdings eingeschränkt.

Die Bewohner gehen oft nur mit Schutzmasken vor die Tür. „Die Asche ist nicht unschädlich, deshalb muss man die Inhalierung auf ein Minimum reduzieren“, sagte der Biologe und Direktor der Umweltschutzstiftung FUNAM, Raúl Montenegro.

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