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30.10.2014

13:17 Uhr

Vulkanausbruch

Lava auf Hawaii nähert sich Häusern

Nach dem Vulkanausbruch auf Hawaii bringen sich viele Hausbewohner in Sicherheit. Die Lava hat sich den Weg zu einem Dorf gebahnt. Die Bewohner müssen sich nun ein neues Zuhause suchen.

Die Lava des Vulkans Kilauea auf Hawaii bedroht Wohnhäuser auf der Insel. dpa

Die Lava des Vulkans Kilauea auf Hawaii bedroht Wohnhäuser auf der Insel.

PahoaEin Lavastrom am Vulkan Kilauea auf Hawaii hat sich bis auf 30 Meter an ein Wohnhaus herangewälzt. Dies berichtete die Zivilschutzbehörde in dem US-Staat am Mittwoch (Ortszeit). Die beiden Bewohner des Gebäudes hätten sich in Sicherheit gebracht. Insgesamt sind einige Dutzend Häuser in der Nähe bedroht.

Wissenschaftler der Vulkan-Beobachtungsstelle auf Hawaii laufen neben der glühenden Gesteinsmasse her, die seit Juni aus einer Spalte herausquillt und sich im Schritttempo zunächst den Weg durch unbewohntes Wald- und Weidegebiet bahnte. Chemiker überwachen auch die aufsteigenden Gase, haben bislang aber nur geringe Mengen von Schwefeldioxid entdeckt. Regen sorgte zuletzt dafür, dass weniger Rauch, dafür aber mehr Dampf aufstieg.

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Lavastrom zerstört Wohnhaus auf Hawai

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Die äußersten Ausläufer der Lava sind noch gut 200 Meter von der Dorfstraße von Pahoa im Bezirk Puna entfernt – einer kleinen landwirtschaftlichen Siedlung, deren Bewohner von Ackerbau, Angeln und Jagen leben.

Bedroht sein könnte auch das Haus von Jeff und Denise Lagrimas in etwa zehn Kilometer Entfernung. Das Paar hat sich entschlossen, die mögliche Zerstörung des Hauses nicht mit anzusehen, sondern in einen etwa 20 Kilometer entfernten Ort zu ziehen. „Ich will nicht hier bleiben und darauf warten, dass sie (die Lava) kommt und es mitnimmt“, sagte Denise Lagrimas. „Nicht in meinen kühnsten Träumen hätte ich mir als Kind vorstellen können, dass ich einmal vor Lava fliehen würde.“

Der Handwerker Erbin Gamurot mutmaßte, dass die Vulkangöttin Pele ihre Schwester, die Meeresgöttin Namakaokahai besuchen wolle. „Sie will ihre Schwester sehen, sie muss mal Hallo sagen“, sagte der 48-Jährige. „Sie wissen ja, wie das in Familien ist. Es ist alles gut.“

Von

ap

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