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30.03.2006

15:56 Uhr

Wachsender Bestand in Deutschland

Die relative Hasendichte nimmt zu

Pünktlich zu Ostern hat der Deutsche Jagdschutz-Verband eine gute Meldung: Auf deutschen Feldern und Wiesen hoppeln wieder mehr Feldhasen. Während es im Osten eher geringe Bestände gibt, ist das bevölkerungsreiche NRW voll von Hasen.

HB BONN. Pro Quadratkilometer tummeln sich 15 Hasen, das sind 4 Tiere mehr als noch 2002. Zu diesem Ergebnis kommt das vom Deutschen Jagdschutz-Verband (DJV) initiierte Wildtier-Informationssystem (WILD) nach Auswertung von mehr als 600 Gebieten, wie der DJV am Donnerstag in Bonn berichtete. Mit durchschnittlich 35 Feldhasen je Quadratkilometer ist Nordrhein- Westfalen das Hasenland Nummer eins.

Obwohl Langohren überall in Deutschland heimisch sind, schwankt ihre Zahl je nach Region und Bundesland deutlich. Die Tieflandbereiche im Nordwesten, in der Mitte und im Süden Deutschlands sind besonders beliebt bei Feldhasen. Ostdeutschland hat dagegen im Schnitt eher geringe Hasenbestände.

Besonders viele Hasen gibt es am Niederrhein und im Westfälischen Tiefland. Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU) sagte, auf Grundlage der neuen Zählergebnisse müsse die Einstufung des Feldhasen als gefährdet auf der nordrhein- westfälischen Roten Liste in Frage gestellt werden. Der DJV begrüßte diese Einschätzung.

Außer in Nordrhein-Westfalen wurden wurden in Niedersachsen und Schleswig-Holstein am meisten Tiere (je 24 pro Quadratkilometer) gezählt. Spitzenreiter sind die Geest- und Marschregionen beider Bundesländer, das Niedersächsische Tiefland sowie das Untere Weserbergland.

Erfreulich ist laut DJV der positive Trend in einigen ostdeutschen Bundesländern. Spitzenreiter in Ostdeutschland war 2005 Thüringen mit 8 Hasen pro Quadratkilometer (plus knapp ein Viertel gegenüber 2002). Am stärksten zulegen konnte in Ostdeutschland innerhalb der vergangenen vier Jahre Mecklenburg-Vorpommern, und zwar um knapp ein Drittel auf 5 Tiere pro Quadratkilometer.

Die Wildtiererfassung des DJV wird mit großem Aufwand betrieben. Unter der Regie von Wissenschaftlern der Universität Trier, der Tierärztlichen Hochschule Hannover und der Landesforstanstalt Eberswalde erfassen speziell geschulte Jäger den Feldhasen zwei Mal im Jahr wissenschaftlich korrekt in der Dunkelheit, indem sie mit Scheinwerfern die Felder absuchen.

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