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08.01.2013

10:28 Uhr

Waldbrände in Australien

New South Wales befürchtet Katastrophensaison

VonUrs Wälterlin

Die Feuerwehr im australischen Bundesstaat New South Wales kämpft gegen über 140 Brände. Ein weiterer Anstieg der Temperaturen kommende Woche lässt die Behörden fürchten, dem Land stünden weitere Katastrophentage bevor.

Die Feuerwehr im australischen Bundesstaat New South Wales kämpft gegen über 140 Brände. dpa

Die Feuerwehr im australischen Bundesstaat New South Wales kämpft gegen über 140 Brände.

Sydney„Wir hatten horrende Verhältnisse“, meinte am Dienstagabend der Feuerwehrkommandant des Bundesstaates New South Wales in Sydney gegenüber den Medien. Laut Shane Fitzsimmons kämpften im am dichtesten besiedelten Bundesstaat Australiens zeitweise mehrere tausend Feuerwehrleute gegen über 140 Brände. Bereits am Vortag war ein Großteil von New South Wales zum Katastrophengebiet erklärt worden, nachdem die Meteorologen von Temperaturen von über 40 Grad und starken Winden gewarnt hatten. Bewohner in feuergefährdeten Gebieten auf dem Land wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Außenbezirke von Regionalstädten wie Wagga Wagga und Cooma entkamen nur dank des schnellen Einsatzes von Feuerwehrleuten einem Flammeninferno.

Die Prognose großflächiger Verluste von Häusern und sogar von Menschenleben erfüllte sich nicht. Es gab bis Dienstagabend nur wenige Sachschäden. Für Fitzsimmons ist der „schlimmste Feuertag seit Beginn der Aufzeichnungen“ aber erst der Anfang. Nach einer kurzen Abkühlung am Mittwoch soll es gegen das Wochenende wieder heiß werden – noch heißer. „Wir rechnen mit Temperaturen in den hohen Vierzigern, ja bis zu 50 Grad“. Am Dienstagabend warnte das Meteorologische Institut, in Zentralaustralien könne die Temperatur auf bis zu 54 Grad steigen.

Eine Kombination von hohen Temperaturen, extremer Trockenheit und starken Winden führt zu den gefährlichen Bedingungen, unter denen Gebiete vor allem im Südosten des Kontinents leiden. Nachdem sich die Vegetation in den letzten Monaten von einer 12 Jahre langen Dürrephase erholt hatte, trocknete sie in den vergangenen Wochen wegen Mangels an Niederschlägen wieder aus.

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