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18.02.2012

15:00 Uhr

Warnstreiks der BVG

Stillstand im Berliner Nahverkehr

Seit dem frühen Samstagmorgen fahren in Berlin keine Busse, U- und Straßenbahnen mehr. Fast zwei Millionen Fahrgäste sind von dem Streik betroffen - darunter auch das Berlinale-Publikum und zehntausende Fußballfans.

Millionen Betroffene

Warnstreik legt Berliner Nahverkehr lahm

Millionen Betroffene: Warnstreik legt Berliner Nahverkehr lahm

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BerlinUm 4 Uhr traten die Fahrer der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in einen 15-stündigen Ausstand. „Etwa 5.000 Beschäftigte in zwei Schichten beteiligen sich an dem Warnstreik“, sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann auf dpa-Anfrage. Die Streikbereitschaft sei sehr hoch. Das unterschätze die Arbeitgeberseite vollkommen, fügte er hinzu. Ein Sprecher der BVG räumte ein: „Es steht alles, mehr oder weniger“. Er habe aber noch keine genaueren Rückmeldungen über die Lage erhalten.

Nach Angaben der BVG sind bis 19 Uhr rund 1,8 Millionen Fahrgäste von dem Ausstand betroffen, darunter auch Touristen, das Berlinale-Publikum sowie Zehntausende Fußballfans. Am Nachmittag (15.30 Uhr) trifft Bundesligist Hertha BSC auf den Tabellenführer aus Dortmund.

Splanemann warb zugleich um Verständnis bei den Fahrgästen. „Der Samstag ist die weichere Variante des Warnstreiks“, betonte er. Die Situation könne sich in der kommenden Woche noch zuspitzen. Er hoffe auf ein neues Angebot der Arbeitgeber.

Auf den Anzeigen in den Berliner U-Bahnstationen ist überall die gleiche Meldung zu sehen: Streik. dpa

Auf den Anzeigen in den Berliner U-Bahnstationen ist überall die gleiche Meldung zu sehen: Streik.

Zum Flughafen Tegel hat die BVG einen Bus-Notverkehr eingerichtet, ansonsten bleiben für viele nur die Alternativen Auto, Fahrrad oder die Berliner S-Bahn. Die Bahn-Tochter ist nicht von dem Streik betroffen.
Die Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) sollen am Montag fortgesetzt werden. Zuletzt hatte der KAV ab Mai 2,3 Prozent mehr Geld angeboten, weitere 1,3 Prozent ab Juni 2013 und 1,5 Prozent ab Juli 2014. Hinzu kämen im Januar 2015 einmalig 100 Euro. Verdi dagegen will bei deutlich kürzerer Laufzeit eine Einkommenserhöhung oberhalb der Teuerungsrate, die 2011 bei 2,3 Prozent lag.

Von

dpa

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