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23.05.2011

22:43 Uhr

Wegen Aschewolke

Airlines streichen Schottland-Flüge

Wegen der drohenden Aschewolke aus dem isländischen Vulkan Grimsvötn in Schottland haben mehrere Fluggesellschaften Flüge für Dienstag abgesagt.

Im regionalen britischen Flugverkehr müssen derzeit viele Flieger am Boden bleiben. Quelle: Reuters

Im regionalen britischen Flugverkehr müssen derzeit viele Flieger am Boden bleiben.

British Airways strich vorsorglich alle Verbindungen zwischen London und Schottland für den Vormittag, wie die Airline am Montagabend mitteilte. Die niederländische KLM sagte laut ihrer Website 16 Flüge von und nach Schottland und Nordengland ab. Bei der regionalen Loganair fallen zwischen sechs Uhr und 13 Uhr insgesamt 36 Verbindungen aus, wie das Unternehmen in Glasgow erklärte. Ein weiterer kleiner Anbieter, Eastern Airways aus Nordengland, sagte ebenfalls alle Flüge von und nach Schottland für den Tag ab.

Die erwartete Aschewolke brachte auch den Reiseplan von US-Präsident Barack Obama durcheinander. Obama und seine Ehefrau Michelle wollten noch am (heutigen) Montagabend und damit einen Tag früher als geplant von Dublin nach London fliegen, wie das Weiße Haus ankündigte. Eigentlich wollte der US-Präsident die Nacht noch in Irland verbringen, der ersten Station seiner sechstägigen Europareise.

Sperrung des Luftraums nicht geplant

Die Aschewolke wird in der Nacht zum Dienstag über Schottland und Irland erwartet. Pläne für eine Sperrung des schottischen Luftraums gab es nach Angaben der Behörden nicht.

Der Grimsvötn war am Samstag ausgebrochen. Am Sonntag musste der etwa 200 Kilometer entfernte Flughafen der isländischen Hauptstadt Reykjavik geschlossen werden.

Die EU rechnete nach eigenen Angaben mit Beeinträchtigungen im europäischen Luftverkehr, aber nicht mit einem Chaos wie bei der Aschewolke des vergangenen Jahres.

Im vergangenem Jahr hatte der Ausbruch des Eyjafjallajökulls auf Island zu chaotischen Zuständen im europäischen Flugverkehr geführt. Fünf Tage wurde der Flugverkehr unterbrochen, tausende Flüge fielen aus. Millionen von Flugreisenden strandeten auf Flughäfen, die Fluggesellschaften erlitten Millionenverluste.

Von

dpa

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