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06.07.2012

15:13 Uhr

Wegen Beihilfe

Ex-Terroristin Becker im Mordfall Buback verurteilt

Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker muss wieder hinter Gitter: Das Oberlandesgericht Stuttgart befand die 59-Jährige für schuldig, 1977 an der Ermordung von Generalbundesanwalt Buback beteiligt gewesen zu sein. Es blieb aber unter dem von der Anklage geforderten Strafmaß.

RAF-Mitglied Becker schuldig

Video: RAF-Mitglied Becker schuldig

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Stuttgart35 Jahre nach dem Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback ist die frühere RAF-Terroristin Verena Becker vom Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart nach mehr als anderthalb Jahren Prozessdauer wegen Beihilfe zu dem Attentat zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Davon gelten zwei Jahre und sechs Monate bereits als vollstreckt, wie der Vorsitzende Richter Hermann Wieland am Freitag bei Bekanntgabe des Urteils sagte.

Becker habe die Täter wissentlich und wesentlich in ihrer Tatabsicht bestärkt, sagte Richter Wieland. Sie habe in der sogenannten zweiten RAF-Generation eine führende Funktion innegehabt. Über die geplanten Anschläge sei im Kollektiv der Roten Armee Fraktion (RAF) abgestimmt worden. Ende 1976 habe die Angeklagte „unter bestimmender Mitwirkung“ bei einem RAF-Treffen in den Niederlanden den Beschluss mitgefasst, Buback so schnell wie möglich zu ermorden. Dabei habe auch Einigkeit bestanden, dass die Begleitpersonen nicht überleben durften, sagte Wieland.

Die Bundesanwaltschaft hatte wegen Beihilfe zum Mord eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren für die heute 59-Jährige gefordert. Zwei Jahre davon sollten wegen des früheren Urteils angerechnet werden. Von ihrem ursprünglichen Anklagevorwurf der Mittäterschaft war die Bundesanwaltschaft abgerückt. Die Anklage hält Becker nicht für die Todesschützin. Becker hatte vor Gericht eine Beteiligung an dem Attentat bestritten. Bei dem Terroranschlag kamen damals Buback und seine beiden Begleiter ums Leben.

Nach Überzeugung des Senats hat die damalige RAF-Terroristin die Entscheidung, Buback und seine zwei Begleiter zu töten, im Beisein der späteren Täter unterstützt und die Täter in ihrer Entscheidung „wissentlich und willentlich“ beeinflusst. Darüber hinaus habe jedoch nicht nachgewiesen werden können, dass Becker an der Tatausführung und an sonstigen Vorbereitungen beteiligt war, sagt der Vorsitzende Richter Hermann Wieland.

Kommentare (13)

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WAAhnsinn

06.07.2012, 13:32 Uhr

So wenig ist ein Leben also wert? Deutschland, das Land, in dem Tätern alle und Opfern nicht die geringste Solidarität entgegengebracht wird. Und erst recht, wenn die Täter links sind! Nur wenn linke Gallionsfiguren wie Reemtsma entführt werden, schlägt die Justiz mit aller Härte zu, obwohl Reemtsma nicht gefoltert und erst recht nicht ermordet wurde. Aber ist ja egal, wo in diesem Staat ohnehin permanent das Recht mit Füßen getreten, Täterschutz über Opferschutz gestellt und die Demokratie dank kräftiger Rot-Grüner Mithilfe durch den ESM abgeschafft wird.

Account gelöscht!

06.07.2012, 13:41 Uhr

Haben sie auch irgendwelche Belege für ihre Behauptungen?

Account gelöscht!

06.07.2012, 16:03 Uhr

SKEPTISCH

Nichts ist wie es scheint. Besonders bei Attentaten auf wichtige Persönlichkeiten. Herrhausen starb, weil er den Schuldenerlass für die dritte Welt wollte, was Hochfinanzinteressen widersprach.

Wenn man sich dann noch das Thema "Gladio" ansieht zB hier
www.youtube.com/watch?v=HtUoPRERbX
kwww.youtube.com/watch?v=cVoCXrN3HIo
dann weiß man dass man grundsätzlich nichts glauben darf ...

Vielleicht war sie's - vielleicht auch nicht.

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