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28.11.2014

10:18 Uhr

Wegen Protestaktion

Menschenrechtsaktivisten in China vor Gericht

Sie protestierten gegen die Zensur eines Artikels in einer Wochenzeitung, nun stehen sie vor Gericht. Zwei Menschenrechtsaktivisten drohen jetzt bis zu fünf Jahre Haft – wegen Störung der öffentlichen Ordnung.

Polizisten sperren den Platz wegen einer Protestaktion ab. Wegen eines Protestes gegen die Zensur in China stehen jetzt zwei Aktivisten vor Gericht. dpa

Polizisten sperren den Platz wegen einer Protestaktion ab. Wegen eines Protestes gegen die Zensur in China stehen jetzt zwei Aktivisten vor Gericht.

PekingIn China stehen seit Freitag zwei bekannte Menschenrechtsaktivisten wegen einer Protestaktion gegen Zensur vor Gericht. Die beiden Dissidenten Yang Maodong und Sun Sihuo, die als Autoren vor allem unter ihren Künstlernamen Guo Feixong und Sun Desheng bekannt sind, müssen sich in Guangzhou wegen Störung der öffentlichen Ordnung verantworten - ein Vorwurf, der oft gegen Dissidenten gerichtet wird und mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden kann.

Wie ihr Anwalt Li Jinxing sagte, wiesen beide Angeklagte den Vorwurf vor dem Gericht zurück. Yang und Sun hatten im vergangenen Jahr für das Recht auf freie Meinungsäußerung demonstriert. An der Protestaktion gegen die Zensur eines Artikels in der liberalen Wochenzeitung "Southern Weekly" in Guangzhou hatten sich rund hundert Menschen beteiligt.

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Yang war 2006 bekannt geworden, als er sich für Dorfbewohner einsetzte, die einem Funktionär der Kommunistischen Partei Korruption vorgeworfen hatten und dadurch in Bedrängnis geraten waren.

In diesem Jahr wurden in China bereits rund ein dutzend Aktivisten, Anwälte und andere Regierungsgegner wegen Störung der öffentlichen Ordnung verurteilt, weil sie die Korruption und andere Missstände in ihrem Land kritisierten.

Von

afp

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