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23.12.2014

17:11 Uhr

Weihnachtswetter

Schneeflöckchen, wann kommst du geschneit?

Schnee an Heiligabend – davon träumen viele Deutsche. Doch es wird warm und windig, statt Schnee fällt Regen. Ohnehin ist die „Weiße Weihnacht“ ein Mythos, wie Forscher wissen. Ein bisschen Hoffnung gibt es aber noch.

Schirm nicht vergessen: An Weihnachten wird es regnerisch. dpa

Schirm nicht vergessen: An Weihnachten wird es regnerisch.

Offenbach/Berlin„Schneeflöckchen, Weißröckchen, da kommst du geschneit ...“ Eine glitzernde Schneedecke zaubert eine besondere Weihnachtsstimmung. Viele Menschen verbinden mit der weißen Pracht angenehme Dinge wie Romantik, Stille und fröhliche Kindheitserinnerungen. Was das angeht, wird dieses Weihnachten für viele eine Enttäuschung.

Eine kräftige westliche Wetterströmung beschert Deutschland an Heiligabend warmes und stürmisches Regenwetter. Die Temperaturen erreichen sieben bis zwölf Grad. „Von Winter fehlt jede Spur, auch in höheren Mittelgebirgslagen fällt der Niederschlag als Regen“, sagt Meteorologe Michael Tiefgraber vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach voraus.

Besonders kräftig regnet es in Schleswig-Holstein und an der unteren Elbe. Feuerwehren und Technisches Hilfswerk waren im Dauereinsatz. Die einzige Fährverbindung von Cuxhaven zur Hochseeinsel Helgoland war wegen des stürmischen Wetters und starken Wellengangs seit Montag eingestellt. Viele Weihnachtsreisende stiegen aufs Flugzeug um.

Überraschend ruhig blieb es zu Beginn der weihnachtlichen Reisewelle auf Deutschlands Straßen. Bis zum Dienstagnachmittag kam es nur auf einzelnen Autobahnen zu kurzen Staus. In Nordrhein-Westfalen gab es am frühen Nachmittag sogar überhaupt keine Staus, sagte ADAC-Sprecher Otto Saalmann in München. „Das gibt es sehr selten.“

Während die einen sich nach der kleinsten Schneeflocke sehnen, sind für viele andere die anhaltenden Plusgrade auch Grund zur Freude sein. Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage ergab, mögen 37 Prozent der Deutschen den Winter überhaupt nicht.

Nach einer Statistik des Deutschen Wetterdienstes gibt es in München etwa alle drei Jahre einen weißen Heiligabend. In Berlin, Dresden, Hannover und Frankfurt am Main liegt demnach in jedem fünften Jahr am 24. Dezember Schnee, in Hamburg in jedem achten.

Allgemein gilt: Je näher an Nord- und Ostsee und je niedriger das Gelände, desto geringer die Chancen. In ganz Deutschland gab es zuletzt 2010 eine weiße Weihnacht. Gerade noch rechtzeitig waren damals am Morgen des 24. Dezember die letzten grünen Lücken zugeschneit.

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