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08.02.2004

19:55 Uhr

Weitere Aussichten: Trübe

Ursula treibt den Winter ins Flachland

Das Tief „Ursula“ brachte am Wochenende den Winter bis weit ins Flachland zurück. Nach Tagen mit mildem Frühlingswetter sorgten Orkanböen und starker Schneefall für Verkehrsunfälle, Staus und abgedeckte Dächer.

HB BOCHUM/FRANKFURT. Im belgischen Seebrügge riss der Orkan eine Fähre los. Über Teile Österreichs fegte der Sturm mit Geschwindigkeiten bis zu 150 Kilometern pro Stunde hinweg. Dabei wurden Bäume umgeknickt und Dächer beschädigt. Auch zum Beginn der neuen Arbeitswoche erwarten Meteorologen in Deutschland Schnee und Eis.

In vielen Bundesländern hatten Autofahrer am Sonntag mit Schnee und Glatteis zu kämpfen. Im Oberharz etwa brach der Verkehr zeitweise völlig zusammen. „Eine Zeit lang ging überhaupt nichts mehr“, sagte ein Polizeisprecher. Bei Hagelschlag kamen in der Nacht zum Sonntag auf der Autobahn A 7 nahe Büdelsdorf in Schleswig-Holstein zwei Menschen bei einem Autounfall ums Leben.

Am Wochenende wurden auf dem Feldberg im Schwarzwald Orkanböen mit bis zu 141 Stundenkilometern gemessen. Auf der Zugspitze wurden Geschwindigkeiten bis zu 135 Kilometer pro Stunde erreicht. In Arzberg in Oberfranken musste eine Familie zeitweise ohne Strom auskommen, nachdem eine umstürzende Birke eine Leitung unterbrochen hatte. In München flogen Äste, Dachziegel und Bauzäune auf die Straßen. Wegen starken Schneefalls staute sich der Verkehr am Sonntag auf der A 9 zwischen München und Nürnberg kurze Zeit auf einer Länge von zwölf Kilometern. In Nordrhein-Westfalen wurden Straßen wegen der Glätte zeitweise gesperrt.

Im Nordseehafen Seebrügge mussten Schlepper die losgerissene Fähre am Sonntag zurück an ihren Liegeplatz bringen. Menschen kamen nicht zu Schaden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.

„Am Alpenrand und in Teilen der ostdeutschen und süddeutschen Mittelgebirge schneit es am Montag kräftig weiter“, sagte Meteomedia- Meteorologe Heiner Walther. Die Höchstwerte lägen zwischen minus zwei Grad im Oberallgäu und sieben Grad an Ems und Niederrhein. Am Dienstag ist es meist stark bewölkt, verbreitet fällt Schnee, der im Westen in den Niederungen in Regen übergehen kann.

Mit freundlicherem Wetter oder gar Sonnenschein können nur die Menschen am Oberrhein rechnen. Dort wird es bis zu acht Grad warm. Sonst steigen die Temperaturen nur auf Werte zwischen zwei und sechs Grad. Wie der Deutsche Wetterdienst berichtet, ist in Lagen oberhalb von 600 Metern mit Dauerfrost zu rechnen. Für Mittwoch wird keine große Wetteränderung erwartet.

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