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21.11.2013

03:35 Uhr

Weiterreise verweigert

Übergewichtiger Franzose endlich zuhause

Wochenlang saß Kevin in den USA fest, weil ihn keine Fluggesellschaft über den Atlantik fliegen wollte. Auch ein Kreuzfahrtschiff verweigerte die Beförderung der 230-Kilo-Mannes. Jetzt kam er endlich wieder nach Hause.

Keine Fluglinie wollte den Franzosen Kevin Chenais von den USA wieder nach Hause fliegen, weil er 230 Kilogramm wiegt. Am Ende nahm ihn Virgin Atlantic mit über den Atlantik. AFP

Keine Fluglinie wollte den Franzosen Kevin Chenais von den USA wieder nach Hause fliegen, weil er 230 Kilogramm wiegt. Am Ende nahm ihn Virgin Atlantic mit über den Atlantik.

LondonNach einer regelrechten Odyssee, bei der ihm mehrfach die Mitreise verweigert wurde, ist der schwergewichtige Franzose Kevin Chenais am Mittwoch schließlich mit einer Fähre in seine Heimat zurückgekehrt.

Wie die Fährgesellschaft P&O mitteilte, traf der 230 Kilogramm schwere Mann am Abend im Hafen von Calais in Nordfrankreich ein. Von dort sollte der 22-Jährige dann in seinen Wohnort Ferney-Voltaire an der Grenze zur Schweiz gebracht werden.

Zuvor hatte Chenais wochenlang in den USA festgesessen, und auch in Großbritannien musste er unfreiwillig länger bleiben als geplant, weil sich zunächst niemand fand, der zu einem Transport bereit gewesen wäre.

Chenais war in Chicago wegen einer Hormonstörung behandelt worden, die seine Fettleibigkeit verursachte. Er kann sich nur im motorisierten Rollstuhl fortbewegen und muss ständig mit Sauerstoff versorgt werden.

Nachdem ihm sowohl die Fluglinie British Airways als auch das Kreuzfahrtschiff "Queen Mary 2" die Mitreise verweigert hatten, hatte Chenais den Atlantik schließlich mit einer Virgin-Atlantic-Maschine überqueren können, mit der er am Dienstag in London-Heathrow landete. Die Betreiber des Eurostar-Zuges verweigerten ihm dann aber die Beförderung nach Paris mit der Begründung, im Falle eines Unfalls im Ärmelkanal-Tunnel könne er nicht evakuiert werden.

British Airways hatte Kevin Chenais auf dem Hinflug im Mai 2012 in die USA mitgenommen. Den Heimflug verweigerte ihm die Fluggesellschaft jedoch, da sie nicht gewährleisten könne, ihn "sicher unterzubringen". Die Besatzung des Kreuzfahrtschiffs "Queen Mary 2" hatte erklärt, aus Gründen der "medizinischen Sicherheit" könne er nicht mit nach Europa genommen werden.

Von

afp

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