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23.06.2013

12:40 Uhr

Weltweit Flutkatastrophen

Millionenstadt Calgary ist überschwemmt

In Kanada stehen ganze Landstriche unter Wasser. Schwere Regenfälle sorgen auch in Indien für Chaos. Tausende Menschen sind durch Fluten und Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten.

Schwere Überschemmungen im Westen Kanadas

Video: Schwere Überschemmungen im Westen Kanadas

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Calgary/GaucharCalgary ist zu einer nassen Geisterstadt geworden. Die beiden Flüsse Bow und Elbow River haben die kanadische Millionenmetropole, Gastgeber der Olympischen Winterspiele 1988, in die Zange genommen. 75.000 Bewohner sind in den vergangenen Tagen vor der Hochwasserflut geflüchtet. Bürgermeister Naheed Nenshi warnte am Samstag, dass die Innenstadt bis Mitte der Woche nicht betreten werden könne. „In den Downtown-Büros wird keiner arbeiten können“. Es sei das Beste, wenn alle zu Hause bleiben, sagte Nenshi nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Das Zentrum von Calgary, Sitz von Kanadas großen Ölfirmen, ist seit Freitag dunkel und ausgestorben. Kein Strom, Tiefgaragen unter Wasser, Straßen unbefahrbar. Die Flüsse seien nach sintflutartigen Regenfällen viermal höher gestiegen als bei der vergangenen Überschwemmung im Jahr 2005, meldete der Radiosender CBC.

Nicht nur Calgary, auch weite Teile im Süden der Provinz Alberta stehen unter Wasser. Über Tausend Bewohner mussten mit Booten und Hubschraubern in Sicherheit gebracht werden. Es gab auch Todesopfer. Nach Polizeiangaben wurden in einem Fluss drei Leichen geborgen.

Nach tagelangem Regen kam am Samstag in der Ortschaft Medicine Hat die Sonne durch, doch dies war keine Entwarnung. „Bitte folgen Sie den Evakuierungsbefehlen“, appellierte Albertas Premierministerin Alison Redford mit Nachdruck. In dem Bezirk wurden 10.000 Bewohner angewiesen, ihre Häuser zu verlassen. Der Höchststand der Fluten stand erst am Montag bevor.

Allein in Calgarys Sportstadion Saddledome wurden Millionenschäden befürchtet. Der gesamte Spielbereich stehe mehrere Meter hoch bis in die Sitzränge unter Wasser, klagte Sportchef Ken King vom Eishockeyteam Calgary Flames.

Auch das Nachbargelände gleicht einer Seenlandschaft - in zwei Wochen soll dort eigentlich Kanadas berühmtestes Rodeo ausgetragen werden: Die Stampede ist eine gigantische Western-Show mit Bullenreiten, Country-Musik und Volksfest, die alljährlich im Juli für zehn Tage mehr als eine Million Besucher aus aller Welt in Albertas Metropole lockt. Eine Absage des Events ist schwer vorstellbar. Bürgermeister Nenshi beruhigte die Einwohner: „Wir sind Calgarianer. Das werden wir hinbekommen“. Doch „vielleicht wird es nicht wie im letzten Jahr aussehen“, räumte Nenshi vorsorglich ein.

Kommentare (3)

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Hannes

23.06.2013, 16:07 Uhr

Zitat: "Der diesjährige Monsun, der besonders früh und heftig einsetzte,..."
Na sowas! Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie unsere recherchefreudige Presse uns seinerzeit die düsteren Prophezeihungen der Klimaalarmisten um die Ohren schlugen:
Der Monsun läßt immer länger auf sich warten. Schon bald wird es ihn nicht mehr geben und Indien wird zu weiten Teilen zur Wüste austrocknen. Wenn das die Inder wüßten.
Im Übrigen vermisse ich den obligatorischen Hinweis, daß das böse CO2 Schuld ist. Bzw. das vom Menschen ganz frisch Hergestellte. Und daß das die untrüglichen Auswirkungen der zunehmenden Erderwärmung sind. Pardon mittlerweile ja nur noch, ganz ominös, "der Klimawandel" genannt. Selbstredend vom Menschen gemacht! Oder will man sich langsam und allmählich aus der Klimaquacksalberei herrausschleichen? Und dabei hoffen, daß es die dumme Bevölkerung nicht merkt?
Zu hoffen wäre es ja, damit endlich mal wieder etwas Vernunft Einzug ins Land hält. Und vielleicht auch in die Presse!

cashca

23.06.2013, 19:25 Uhr

@Hannes..
Das haben sie gut geschrieben!
Ztitat... und vielleicht auch die Presse??????
Das wollen wir doch hoffen. Dass sich die Presse all die Jahre zum Helfershelfer der Klimalügen gemacht hat, ist mehr als einen Schandtat. Übrigens auch in anderen dingen, macht sie sich immer wieder zum Helfershelfer der Regierung für alle möglichen Lügen.
Nun zum Hochwasser...das ist für die Betroffenen natürlich sehr schlimm.
Doch die Regierungen haben vieles versäumt. Statt sich auf die Bedingungen der Natur einzustellen und Vorsorge zu treffen, begnügte man sich damit , sie zu überlisten, zu bekämpfen,
schuld ist der Klimawandel, man muß nur das Co2 reduzieren und schon ist alles gut. Was für Narren. Die Natur verhandelt nicht. Sie schlägt höchstens zurück.
Der Mensch kann kein Klima "MACHEN!" Schon gar nicht, indem er dauernd in die Naturgesetze eingreift. Wie vermessen die alle sind, zeigt alleine schon die Aussage v. der Regierung.. Merkel...wir wollen die Erderwärmung um 2 Grad begrenzen und senken, als könnten sie das bestimmen, oder gar beim Petrus da oben einfordern. Und die Presse spielt mit.
Das wird woanders gemacht, niemals kann der Mensch die Naturgesetze uns ihre Zyklen ausser Kraft setzen. Wir... die Menschheit ... hat sich darauf einzustellen.
Warum baut der Mensch in die gefährdeten Gebiete, warum macht er die Flußauslaufbecken.. zu Baugrund und nimmt der Natur den nötigen Raum, wo sich Wasser ausbreiten kann?
Jedes verfügbare Stück Land wird bis an die Flußufer verbaut und zu Geld gemacht.
Dafür saufen sie regelmäßig ab und wundern .
Alles wird der Ökonomie untergeordnet. Was für ein Wahnsinn. Wir verhungern nicht, wenn wir der Natur, den Flüssen den notwendigen Raum lassen.

Fast könnte man ja meinen, die Seher und Propheten haben doch recht. Da kann man lesen... .. Fluten werden das Land überschwemmmen u.v.m. .
Wollen wir hoffen, dass es nicht noch schlimmer kommt.

Mark

24.06.2013, 00:49 Uhr

Wenn die Meister nicht plötzlich vom Stuhl fallen, kommt es noch schlimmer.

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