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03.04.2006

15:09 Uhr

Wenig Hoffnung

37 Tote bei Explosionen in China

In einer Sprengstoff-Fabrik und einer Feuerwerks-Produktionsstätte in China sind bei Explosionen wahrscheinlich 37 Menschen ums Leben gekommen. Staats- und Parteichef Hu Jintao hatte jüngst in einer Rede mehr Sicherheit in chinesischen Unternehmen angemahnt.

HB PEKING. In einer Sprengstoff-Fabrik in Xiadian nahe der Stadt Zhaoyuan in Ostchina wurden 20 Arbeiter bei einer Explosion am Samstagabend sofort getötet.Nach neun Vermissten werde noch gesucht, doch besteht nach Angaben des Staatsfernsehens wenig Hoffnung, sie lebend zu finden. Zwei Verletzte seien in stabilem Zustand.

Acht Menschen kamen ferner am Samstag bei einer Explosion in einer Feuerwerksfabrik in Pianguan in der nordchinesischen Provinz Shanxi ums Leben. Ein Arbeiter werde vermisst, hieß es. Die Ursache beider Explosionen werde noch untersucht. Zwei Verantwortliche seien festgenommen worden, berichtete das Fernsehen.

Staats- und Parteichef Hu Jintao hatte jüngst in einer Rede mehr Sicherheit in chinesischen Unternehmen angemahnt. In den Fabriken wird oft unter unsicheren Bedingungen mit rückständiger Ausrüstung gearbeitet. Verstöße gegen den Arbeitsschutz und ermüdend lange Arbeitszeiten bei nur wenigen freien Tagen sind an der Tagesordnung, was die Unfällhäufigkeit erhöht. Vor allem im Bergbau ereignen sich immer wieder spektakuläre Unfälle. Bei 3 341 Grubenunglücken in Chinas Kohleindustrie kamen im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben mehr als 6 000 Kumpel ums Leben.

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