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06.10.2017

16:48 Uhr

Werner Mauss

BGH soll Bewährungsstrafe prüfen

13,2 Millionen Euro soll Werner Mauss hinterzogen haben. Das Landgericht Bochum verurteilte ihn nur zu einer Bewährungsstrafe. Sowohl der Verurteilte als auch die Staatsanwaltschaft sind damit nicht einverstanden.

Laut Urteil versteckte Mauss zwischen 2002 und 2011 unter einem Decknamen rund 35 Millionen Euro Zinseinnahmen vor den deutschen Steuerbehörden. dpa

Werner Mauss verurteilt

Laut Urteil versteckte Mauss zwischen 2002 und 2011 unter einem Decknamen rund 35 Millionen Euro Zinseinnahmen vor den deutschen Steuerbehörden.

BochumDas Urteil gegen Ex-Geheimagent Werner Mauss wird demnächst den Bundesgerichtshof beschäftigen. Staatsanwaltschaft und Verteidigung legten am Freitag Revision ein, wie das Bochumer Landgericht erklärte. Mauss war am Donnerstag wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre und drei Monate Haft beantragt, die Verteidigung einen Freispruch.

Laut Urteil versteckte Mauss zwischen 2002 und 2011 unter einem Decknamen rund 35 Millionen Euro Zinseinnahmen vor den deutschen Steuerbehörden. Der strafrechtlich relevante Steuerschaden beläuft sich nach Berechnungen der Richter auf 13,2 Millionen Euro. Mauss selbst hatte bis zuletzt behauptet, dass ihm das unter einem Decknamen meist in Stiftungen angelegte Vermögen gar nicht zugerechnet werden kann.

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Der Steuerprozess gegen den legendären Ex-Agenten Werner Mauss ist mit einem Schuldspruch zu Ende gegangen. Als der Vorsitzende Richter sein Urteil vorliest, verzieht Mauss keine Miene. Eindrücke aus dem Gerichtssaal.

Nach eigenen Angaben war Mauss jahrzehntelang in geheimer Mission für die Bundesregierung unterwegs – unter anderem bei der Befreiung von Geiseln. Ins Visier der Ermittler war er durch eine Steuersünder-CD geraten, die das Land Nordrhein-Westfalen angekauft hatte.

Von

dpa

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