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02.09.2012

16:22 Uhr

„Wetten, dass...“

Lanz wirft Gottschalk doch nicht niedere Motive vor

Wirbel um eine Kritik von Markus Lanz an Thomas Gottschalk: Nun rudert der Sender zurück und entschuldigt sich für die offenen Äußerungen von Lanz - die Redaktion des „Focus“ habe das Interview falsch interpretiert.

Der neue Moderator von Wetten, dass: Markus Lanz. dpa

Der neue Moderator von Wetten, dass: Markus Lanz.

Mainz / MünchenKaum war die Nachricht in der Welt, kam aus Mainz das Dementi vom ZDF: „Markus Lanz hat in allen öffentlichen Äußerungen seinen Respekt vor der Leistung Thomas Gottschalks zum Ausdruck gebracht und auch, dass er davon überzeugt ist, dass er mit seinem Engagement bei RTL nicht die Absicht habe, 'Wetten, dass..?' zu beschädigen“, ließ das ZDF am Sonntag über seinen Verteiler tickern.

Was war geschehen? Der neue „Wetten, dass ..?“-Moderator Markus Lanz hatte seinen Vorgänger Thomas Gottschalk angeblich arg direkt kritisiert. „Ich bin mir ganz sicher, dass er 'Wetten, dass ..?' schaden will“, sagte Lanz angeblich im Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“ in Bezug auf Gottschalks Engagement bei der RTL-Sendung „Das Supertalent“.

Nun aber beteuert das ZDF, diese Aussagen seien im Gespräch mit dem Magazin tatsächlich nicht gefallen. „In der entsprechenden Interviewpassage mit dem Focus hatte Markus Lanz wörtlich gesagt: 'Ich bin mir ganz sicher, dass er 'Wetten, dass..?' nicht schaden will.' Das Wort 'nicht' ist im Zuge der Autorisierung des Interviews aus nicht nachvollziehbaren Gründen gelöscht worden. Leider ist uns der Fehler nicht aufgefallen“, erklärte ZDF-Sprecher Alexander Stock.

Zu seiner Rolle als Gottschalks Nachfolger sagte Lanz: „Ihn ersetzen zu wollen, wäre vermessen. Ich erinnere mich gut an seine ersten Auftritte: eine Naturgewalt! Deshalb ist er einer der Helden meiner Jugend und wird es immer bleiben.“

Lanz wird die erfolgreiche ZDF-Show „Wetten, dass ..?“ erstmals am 6. Oktober moderieren. Zu möglichen Änderungen am Konzept sagte er: „Vielleicht geht es jetzt darum, ihren Kern wieder freizulegen. Der Schwerpunkt hatte sich etwas verlagert. Die Hollywood-Prominenz stand zuletzt stärker im Vordergrund als am Anfang.“ Laut Lanz wird es pro Sendung eine Wette mehr geben. Außerdem ist sein Ziel, dass die Wettpaten ihre Wetten präsentieren und erklären.

Den Druck der Einschaltquote empfindet der 43-Jährige als „sehr hoch, ich versuche also tapfer, ihn zu ignorieren“. Die Sorge auszubrennen hat der vielbeschäftigte ZDF-Moderator nicht. Mit Attacken und Schmähungen müsse er leben, weil er die „große 'Wetten, dass..?'-Bühne“ betrete, sagte Lanz dem „Focus“: „Ich muss ja nicht alles lesen. Deswegen gehört zu meiner Abwehrstrategie: kein Facebook, kein Twitter.“ Wenn eine Grenze überschritten werde, „die meiner Familie, aber auch mir nicht mehr zuzumuten ist, dann würde ich nicht zögern und sagen: Ich bin dann mal weg“, sagte der Moderator.

Kommentare (2)

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Oh_my_Godschalk

02.09.2012, 14:01 Uhr

Völliger Blödsinn. Gottschalk kann niemandem schaden. Egal, auf welchem Sender er auch immer seine lauen Zoten ablässt. Er ist sowas von Megaout. Der eigentliche Grund, warum "Wetten dass..." nichts mehr wert ist, findet man ganz woanders. Die Sendung ist ein Dinosaurier. Das Format ist nichts besonderes mehr. Die Promotion und Schleichwerbungsversuche der dort eingeladenen Prominenz will einfach keiner mehr sehen. "Wetten dass..." und auch Thomas Gottschalk sind aus einer anderen Zeit. Die beiden waren schon überholt, als sie noch zusammengehörten. Und auch jetzt, wo sie getrennt weiter am Fernsehleben erhalten werden, sind sie nicht mehr zu ertragen. Meine Empfehlung: "Wetten dass..." begraben und Gottschalk ab nach Malibu. Beide sind verbraucht. Das Image eingestaubt.

black

02.09.2012, 15:02 Uhr

Ich schaue kaum TV; und Quasselsendungen wohl noch weniger.
Gottschalk auf dem LED-Bildschirm? Ausknopf oder weiter.
Der Typ nervt; mit seiner Machart, seiner Stimme, sein Ganzes.

Wenn ich mal zufällig den Lanz auf der Mattscheibe habe ist der mir noch am symphatischsten von allen anderen Quasselstrippen.

Ich möchte hier nicht zu kumpelhaft rüberkommen; aber Markus: Du brauchst Dich nicht verstecken. Mach Dein Ding. Den Gottschalk steckst Du locker in die Tonne.

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