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15.12.2013

12:49 Uhr

„Wetten dass...?“

Markus Lanz und der Ärger mit Jim Knopf

Keine Wetteinsätze für die Promis, keine Neuigkeiten von Boris Becker – trotzdem gelang dem viel kritisierten Moderator Markus Lanz eine passable „Wetten dass...?“-Ausgabe. Wären da nicht Rassismus-Vorwürfe.

Moderator Markus Lanz mit Co-Moderatorin Michelle Hunziker: Die „Wetten dass...?“-Quote hat sich stabilisiert. dpa

Moderator Markus Lanz mit Co-Moderatorin Michelle Hunziker: Die „Wetten dass...?“-Quote hat sich stabilisiert.

AugsburgFür Moderator Markus Lanz war es trotz einer Rassismus-Debatte ein halbwegs versöhnlicher Jahresabschluss: Bei der Weihnachtssendung von „Wetten, dass..?“ aus Augsburg sorgten einige Gäste wie Komiker Michael „Bully“ Herbig für eine streckenweise unterhaltsame Show, auch wenn der Gastgeber selbst manchmal blass blieb und Boris Becker entgegen seiner eigenen Ankündigungen keine spektakulären Neuigkeiten präsentieren konnte. Die Quoten-Talfahrt konnte dennoch gestoppt werden. Den ZDF-Klassiker schalteten am Samstagabend knapp 6,9 Millionen Zuschauer ein – rund 300.000 mehr als bei der Novemberausgabe.

Zudem konnte Lanz seinem Publikum abwechslungsreiche und durchweg gewonnene Wetten präsentieren. Bei den Gästen setzte ABBA-Legende Björn Ulvaeus den internationalen Glanzpunkt und überraschte das Publikum mit seinen nahezu perfekten Deutsch-Kenntnissen. Die Sprache habe er extra für die Sendung bei einem Drei-Wochen-Crashkurs gelernt, kokettierte der Weltstar. Da tat es der Stimmung keinen Abbruch, dass er seine Fans enttäuschen musste, als er einmal mehr ein Comeback der schwedischen Popband ausschloss. Die Menschen sollten sie doch lieber als „junge dynamische Gruppe“ in Erinnerung behalten, meinte der 68-Jährige.

Doch beim mit Spannung erwarteten Auftritt von Wimbledon-Sieger Boris Becker und seiner Frau Lilly gegen Ende der Show war schnell die Luft raus. Der 46-jährige Becker hatte den Kurznachrichtendienst Twitter mit Andeutungen gefüttert, dass daraufhin Spekulationen ins Kraut schossen, bei dem Promi-Paar könnte Nachwuchs anstehen. Becker blieb diesbezüglich stumm und entschuldigte sein Mitteilungsbedürfnis im Vorfeld mit seiner mit ihm durchgegangenen „Twitterhand“.

Die Showmacher selbst reagierten mit beißender Ironie auf den enttäuschenden Becker-Auftritt: „Ihr könnt jetzt wieder umschalten“, zwitscherten sie auf dem offiziellen Twitterkanal von „Wetten, dass..?“.

Dazwischen gab statt Lanz mitunter Komiker Herbig stellenweise den Alleinunterhalter. Auch der zeitweise Nord-Süd-Schlagabtausch von „Bully“ mit Sängerin Ina Müller sorgte für Lacher, etwa als sich beide über merkwürdige Speisevorlieben der Bayern wie Hirnsuppe austauschten: „Ja, wir haben es auch nötig“, blödelte Herbig. Das wirkte wenigstens erfrischend, nachdem Lanz beim Plaudern mit „Stubbe“-Darsteller Wolfgang Stumph nicht viel mehr einfiel, als ein paar uralte Trabbi-Witze zu recyceln.

Kommentare (2)

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Heiz

15.12.2013, 13:40 Uhr

AlSchlimm bei uns. Egal wer wann wo was sagt, es wird immer irgend Einen geben der sich daran stört.
Ganz besonders im Hinblick auf Kritik an Anderen, kommt immer gleich die Rassismus /Nazikeule raus.
Laßt Euch mal was anderes éinfallen, es geht einem auf den Geist.

Account gelöscht!

15.12.2013, 14:58 Uhr

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