Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.01.2010

15:39 Uhr

Wetter-Alarm

Katastrophenschutz rät Deutschen zu Hamsterkäufen

Dauerfrost, Winterstürme und kräftige Schneefälle: Mit Tief „Daisy“ drohen am Wochenende in ganz Deutschland chaotische Verkehrsverhältnisse, Stromausfälle und starke Schneeverwehungen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe riet am Freitag bereits den Bürgern, sich mit Lebensmitteln einzudecken.

Experten sprechen bisher von schwachen Ausläufern des Tiefs "Daisy", die Deutschland erreicht hätten. dpa

Experten sprechen bisher von schwachen Ausläufern des Tiefs "Daisy", die Deutschland erreicht hätten.

HB HAMBURG. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag in Offenbach vor Unwettern mit einem starken und stürmischen Nordostwind vor allem im Norden Deutschlands und in Berglagen. Örtlich könne sich der Schnee bis zu 50 Zentimetern hoch auftürmen.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe riet am Freitag bereits den Bürgern, sich mit Lebensmitteln einzudecken. Jede unnötige Autofahrt solle vermieden werden. Auch das Technische Hilfswerk hat sich auf einen Großeinsatz vorbereitet: „Wir nehmen die Unwetterwarnungen ernst und beobachten die Lageentwicklung in Deutschland“, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme. Mit Flugausfällen, Zugverspätungen sowie Eis und Schnee auf zahlreichen Straßen muss nach Angaben von Verkehrsunternehmen gerechnet werden.

Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) meinte zu den angekündigten Schneestürmen am Wochenende süffisant: „Die Bürger könnten vielleicht zu Hause bei der Familie ein schönes romantisches Wochenende erleben und was gegen den demografischen Wandel tun.“

Nach Angaben der Meteomedia Unwetterzentrale hatten bereits am Freitag erste schwache Ausläufer von „Daisy“ Deutschland erreicht. Unter anderem kam es bei Windböen der Stärke sechs auf der Ostseeinsel Fehmarn zu ersten Schneeverwehungen. Doch das sei erst der Anfang, sagte Sprecher Andreas Wagner der dpa. Das Tief mit Zentrum über dem westlichen Mittelmeer werde nun immer stärker und niste sich bis Samstag südlich der Alpen ein. Der DWD sagte für Samstag erst einmal in der Mitte und im Süden kräftigen Schneefall voraus, der sich zum Abend hin zur Küste ausweite. Dort und in Berglagen müsse mit Sturmböen gerechnet werden. Tagsüber bleibt es bei leichtem bis mäßigem Dauerfrost zwischen minus eins und minus sechs Grad.

Ausreichend Trinkwasser, ein Medikamentenvorrat und Kerzen sollten im Haus sein, sagte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, Christoph Unger, in Bonn. Gut wäre auch ein Batterie-betriebenes Radio. Im Fall eines Stromausfalls, der laut Unger „immer“ möglich ist, wären ja andere Kommunikationsmittel wie Fernsehen oder Computer nicht einsatzfähig. Auch Mobiltelefone ließen sich dann nicht mehr aufladen. Autofahrer sollten warmen Tee und Decken einpacken. Das THW sei darauf vorbereitet, Straßen zu räumen, liegengebliebene Lastwagen frei zu schleppen, und Autofahrer mit heißen Getränken und Decken zu versorgen. Darüber hinaus seien Helfer bei Schnee- und Eisbruch oder Lawinen schnell vor Ort. Bei Stromausfallen könnten mobile Generatoren geliefert werden.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Richard

08.01.2010, 21:30 Uhr

Um 11:30 Uhr wird berichtet, es wird doch nicht so schlimm. Um 15 Uhr folgt dann dieser bericht. Was denn nun? im übrigen: ich kann diese Äußerungen über den ach so schlimmen und dramatischen demografischen Wandel nicht mehr hören. Schon vor 100 Jahren wurde behauptet, dass es Heute keine Deutschen mehr gibt.

keine Ahnung

08.01.2010, 22:41 Uhr

Wie wirklichkeitsfremd sind wir jetzt eigentlich schon in Deutschland. Jetzt haben wir einen ganz normalen Winter und schon bricht die Panik aus, von den behörden vorgegeben, einfach lachhaft. Uns fehlt einfach die Gelassenheit.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×