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31.05.2011

10:45 Uhr

Wetterdienst Meteomedia

Unternehmer Kachelmann geht nach Freispruch wieder auf Sendung

Freispruch für Jörg Kachelmann: Das Gericht sieht keine Grundlage für eine Verurteilung. Der Schweizer Unternehmer will sich nun aufs Geschäft konzentrieren - und könnte bald wieder freiwillig in den Medien auftauchen.

Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen

Video: Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen

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Mannheim/GaisNach seinem Freispruch wird Unternehmer und TV-Moderator Jörg Kachelmann wieder voll bei dem von ihm gegründeten Wetterdienst Meteomedia einsteigen. Das gab das Unternehmen am Dienstag in Gais südöstlich von St. Gallen in der Schweiz bekannt. Auch bei Radio Basel, wo Kachelmann seit Monaten einmal die Woche auf Sendung ist, werde der Schweizer nun künftig des öfteren zu hören sein, sagte Chefredakteur Christian Heeb.

Kachelmann war auch während seines Prozesses Präsident von Meteomedia geblieben. Das Unternehmen freue sich „über den längst überfälligen Freispruch ihres Firmengründers“, hieß es in einer Stellungnahme. „Jörg Kachelmann wird ab sofort seine Kraft wieder ganz der Meteomedia Gruppe widmen können.“ Dazu gehörten auch seine Kommentare zum Wettergeschehen in Medien wie Radio Basel, dem deutschen Sender Radio Primavera mit Sitz in Aschaffenburg und Twitter. Auch seien zusätzliche öffentliche Auftritte in Zukunft nicht ausgeschlossen.

Kachelmann hält 49 Prozent an der im schweizerischen Gais ansässigen Firma. Meteomedia zählt rund 100 Beschäftigte bei einem Jahresumsatz von 20 Mio. Franken. Die Umsatzrendite soll nach Angaben aus Gesellschafterkreisen im zweistelligen Bereich liegen. Der 1990 von Kachelmann gegründete Wetterdienst ist nach eigenen Angaben einer der führenden Wetterdienstleister in Europa. Meteomedia betreibt Niederlassungen in Deutschland, der Schweiz, Kanada und den USA. Herzstück des Unternehmens ist ein engmaschiges privates Netz von Wetterstationen. Mit rund 830 Stationen zählt es heute zu den größten Messnetzen Europas.

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Im Mittelpunkt der Arbeit stehen präzise Wetter- und Unwetterprognosen. Rund um die Uhr treffen in den Wetterzentralen in Gais (Schweiz) und Bochum (Deutschland) Beobachtungsdaten, Computermodelle, Satelliten- und Radarbilder aus der ganzen Welt ein. Zusammen mit dem Meteomedia-Messnetz stehen den Meteorologen die Daten von weltweit ca. 12 000 Stationen zur Verfügung. Damit besitzt Meteomedia eine der größten Wetterdatenbanken Europas.

Heeb sagte, auch sein Sender habe vorwiegend aus Deutschland „ganz üble Mails“ zu Kachelmanns Tätigkeit erhalten, sich aber nicht davon beeindrucken lassen. Kurzzeitig hatte Kachelmann auch beim Schweizer Sender Radio Sunshine gearbeitet. Weil es aber Beschwerden von Hörern gab, verzichtete der Sender zunächst auf Wettermoderationen mit dem 52-Jährigen. Ob Kachelmann dort nun wieder auftreten darf oder will, stand zunächst nicht fest.

Kommentare (6)

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31.05.2011, 11:19 Uhr

Ich freue mich für Kachelmanns Freispruch. Doch was die Haftentschädigung anbelangt, zeigt, auf welch einem schäbigen Niveau der Staat seine Bürger sieht und die viel gepriesenen Freiheit eigentlich ohne Wert ist. Oh stop,
die Folterintrumente, Handschellen, Maske und Peitsche, dürfen im Sex-Versandhandel mit höchstrichterlicher Genehmigung vertrieben werden. Inwieweit sich dadurch Sexpraktiken ändern, ist egal.

bodo2206

31.05.2011, 12:02 Uhr

Trotz des massiven Aufgebots an Gutachtern und Anwälten nur ein Freispruch zweiter Klasse ! Ohne den finanziellen Hintergrund hätte kein Staranwalt und die vielen Gutachter ihren Hin.. bewegt. Da sie auch im Falle einer Verurteilung ihre Honorare von Kachelmann erhalten hätten,
kein Problem.
Ein Normalbürger mit Pflichtverteidiger etc. hätte diesen
Freispruch nicht erwirkt.

bodo2206

31.05.2011, 12:02 Uhr

Trotz des massiven Aufgebots an Gutachtern und Anwälten nur ein Freispruch zweiter Klasse ! Ohne den finanziellen Hintergrund hätte kein Staranwalt und die vielen Gutachter ihren Hin.. bewegt. Da sie auch im Falle einer Verurteilung ihre Honorare von Kachelmann erhalten hätten,
kein Problem.
Ein Normalbürger mit Pflichtverteidiger etc. hätte diesen
Freispruch nicht erwirkt.

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