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28.01.2004

10:24 Uhr

WHO wartet noch auf Testergebnisse

Zehn Todesopfer durch Vogelgrippe

Der in mittlerweile zehn asiatischen Ländern grassierenden Vogelgrippe sind zwei weitere Menschen zum Opfer gefallen.

HB HANOI/BANGKOK. In Vietnam ist die Zahl der Todesfälle durch die Vogelgrippe nach Angaben der Gesundheitsbehörden auf acht gestiegen. Bei zwei Frauen sei der Erreger nachgewiesen worden, teilte das vietnamesische Institut für Hygiene und Seuchenkunde am Mittwoch in Hanoi mit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wollte indes den Befund nicht bestätigten. Man warte noch auf Testergebnisse aus eigenen Laboratorien, sagte ein WHO-Sprecher in Hanoi.

Durch die beiden neuen Todesfälle in dem südostasiatischen Land würde die Zahl der durch die Geflügelpest gestorbenen Menschen in Asien auf zehn steigen: acht in Vietnam und zwei in Thailand.

Zum Auftakt eines Krisentreffens der von der Vogelgrippe betroffenen Länder in Bangkok verglich der thailändische Regierungschef Thaksin Shinawatra die Seuche mit Sars. Er wies darauf hin, dass der Geflügelpest-Erreger sich mit menschlichen Grippeviren mischen und so eine sehr gefährliche Kreuzung entstehen könne.

An der eintägigen Konferenz nehmen offiziellen Angaben zufolge Vertreter aus 13 Ländern sowie unter anderem auch Abordnungen der Weltgesundheitsorganisation und der EU teil. Auf dem Treffen soll nach Wegen im Kampf gegen die Epidemie gesucht werden. Die Vogelgrippe rückte unterdessen auf Bangkok vor. Laut Behörden wurde die Tierseuche in zwei Bezirken festgestellt. Überdies trete sie inzwischen in 25 Provinzen auf, nachdem bis zum Dienstag nur in 13 Provinzen Fälle von erkrankten Tieren bekannt gewesen waren.

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