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16.01.2005

11:03 Uhr

Win-win-win-Situation für alle

Schmidt: Ich bin billiger als der Uefa-Cup

Der TV-Entertainer Harald Schmidt sieht die Diskussion um sein Millionenhonorar bei der ARD gelassen. Am Ende würden alle Beteiligten davon profitieren, meint er.

HB BERLIN. Harald Schmidt hält es für richtig, dass die ARD seinetwegen auf den Uefa-Cup verzichtet. Der Uefa-Cup sei «doch wirklich langweilig», sagte Schmidt der «Welt am Sonntag». Seine Sendung sorge dafür, daß die ARD ihn los werde.

Die ARD hatte erklärt, die neue Harald-Schmidt-Show unter anderem mit einem Verzicht auf die Übertragung der Uefa-Pokal-Spiele zu finzieren. Acht Millionen Euro pro Jahr soll der Late-Night-Entertainer laut Medienberichten für die Produktion der Sendung bekommen, die vertraglich bis Juli 2006 vereinbart wurde.

Schmidt findet den üppigen Lohn völlig in Ordnung. «Wir reden über eine Milliardenbranche», sagte er. Egal, was die ARD für den Uefa-Cup bezahlt habe, er sei billiger. «Dazu kommt der Pressewirbel, eine lange Sendestrecke, die fest belegt ist, Auftritte für Werbekunden.» Langfristig werde das eine «Win-win-win-win-Situation zum Quadrat für alle Beteiligten», so Schmidt. Überdies sei die Debatte um seine Gage so, als ob man darüber meckere, dass Tom Cruise 25 Millionen Dollar für einen Film bekommt. «Die Frage muß lauten: Was spielt ein Tom Cruise ein?»

Laut Schmidt ist sein Vertrag mit der ARD immer noch nicht unterzeichnet. Es gehe jetzt noch um Kleinigkeiten, sagte er. «Es fängt immer an mit dem MOU, dem 'Memorandum of Understanding', mit den Shake hands und so weiter. Dann erst kommt der eigentliche Vertrag», so Schmidt.

Trotz der Tsunami-Katastrophe in Südasien startet Harald Schmidt pünktlich am 19. Januar mit seiner ARD-Show. Die ARD hatte bereits am 23. Dezember die Pilotsendung ausgestrahlt, mit der Schmidt seine einjährige «Kreativpause» beendete.

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