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31.01.2015

14:41 Uhr

Winter im Schwarzwald

Lawine fordert zwei Todesopfer

Es ist eines der schwersten Lawinenunglücke im Schwarzwald seit Jahrzehnten. Mehrere Wintersportler sind dort unter Schneemassen begraben worden. Zwei von ihnen kamen ums Leben.

DRF-Rettungshubschrauber neben einem Fahrzeug der Bergwacht: Bei zwei Lawinenabgängen wurden Menschen verschüttet. dpa

Lawinenunglück am Feldberg

DRF-Rettungshubschrauber neben einem Fahrzeug der Bergwacht: Bei zwei Lawinenabgängen wurden Menschen verschüttet.

FeldbergFür die Wintersportler im Schwarzwald, dem höchsten Mittelgebirge Deutschlands, wird die Lage am Freitagnachmittag mehr als brisant. Am Feldberg und am nur wenige Kilometer entfernten Herzogenhorn gehen innerhalb von einer Stunde zwei Lawinen ab. Sie verschütten mehrere Menschen. Zwei Lawinenopfer kommen bei den Unglücken ums Leben.

„Es war dramatisch“, sagt der Sprecher der Bergwacht Schwarzwald, David Vaulont. In der Nacht zum Freitag schneit es überall im Schwarzwald heftig. Der Schnee türmt sich - und löst sich am Freitagnachmittag an den Steilhängen. Zwei Lawinen gehen am 1493 Meter hohen Feldberg ab, der Schnee wälzt sich ins Tal.

Ein 20 Jahre alter Mann und eine 58 Jahre alte Frau liegen knapp zwei Stunden in den Schneemassen, bis sie befreit werden können. Beide Lawinenopfer waren laut Bergwacht weit entfernt von präparierten Pisten unterwegs. Für sie kommt jede Hilfe zu spät. Es ist eines der schwersten Lawinenunglücke im Schwarzwald seit Jahrzehnten.

Die Bergwacht, die seit jeher mahnt, auch im Mittelgebirge die Lawinengefahr nicht zu unterschätzen, schickt Suchtrupps los. Schneeraupen bahnen sich den Weg zum verschneiten Berg. Auch mit Hubschraubern fliegen die Retter zum Unglücksort in dem sonst so beliebten Wintersportgebiet.

Bereits im Dezember 2013 war ein Paar am Feldberg verschüttet worden. Sie waren abseits gesicherter Pisten mit Tourenskiern unterwegs, als sich ein Schneebrett löste. Der Bergwacht-Sprecher hatte damals gesagt, jedes Jahr gebe es auch im Schwarzwald Lawinen, aber nur alle paar Jahre werde jemand verschüttet.

Erst vor Tagen hatte ein Skifahrer am Arlberg in Österreich dank äußerst glücklicher Umstände einen Lawinenabgang nach 90 Minuten unter dem Schnee noch überlebt. Der Mann aus Singen in der Nähe des Bodensees hatte außerhalb der Piste selber die Lawine losgetreten.

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