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26.10.2012

14:40 Uhr

Winter kommt

Schneewalze rollt durch Deutschland

Plötzlich wird es Winter: Schnee, Glätte und Frost bestimmen die Wetterkarte fast überall in Deutschland. Aber der Winter schaut nur für ein kurzes Gastspiel vorbei. In Moskau gibt es bereits den ersten Kältetoten.

Raureif und Schnee: Nicht nur auf dem Brocken in Sachsen-Anhalt schaute der Winter vorbei. dpa

Raureif und Schnee: Nicht nur auf dem Brocken in Sachsen-Anhalt schaute der Winter vorbei.

OffenbachArktische Luft lässt in Deutschland schlagartig den Winter einziehen. Hatten am vergangenen Wochenende noch sommerliche Verhältnisse und Temperaturen von über 20 Grad geherrscht, trafen am Freitag aus Norden die ersten Schneewolken ein. Auf dem Brocken im Harz, den Höhenlagen von Erzgebirge, Rhön und Taunus bildete sich am Mittag eine dünne Schneedecke.

Am Samstag werde die Kaltluft in den Alpen erwartet, sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Dort soll es bis Sonntagfrüh bis zu 20 Zentimeter Neuschnee geben. Weil viele Bäume noch ihr Laub hätten und der Schnee nass sei, könne es zu Schneebruch kommen.

Ein rasanter Temperatursturz um 20 Grad innerhalb von fünf Tagen könne im Oktober vorkommen, sei in dieser Intensität aber selten, sagte Herold. „Der Oktober ist der Monat der Wetterumstellung, da sind die Luftmassengegensätze stark.“

In Moskau war am Freitag bereits der erste Kältetote zu beklagen. Die Ärzte hätten den Mann nicht mehr retten können, meldete die Agentur Interfax. Im EU-Land Lettland starb die Insassin eines Reisebusses bei einem Verkehrsunfall, als das Fahrzeug von der spiegelglatten Straße abkam und sich überschlug. Auch in den beiden Nachbarstaaten Estland und Litauen kamen zahlreiche Autofahrer durch Schnee und Glätte ins Rutschen. Auf dem Flughafen von Riga - einem regionalen Drehkreuz - mussten zahlreiche Flüge verschoben werden.

Schuld an dem Wintereinbruch sind zwei Tiefs - Ursula und Veronika -, die sich von Osteuropa bis Skandinavien erstrecken. Ein Hoch liegt über Grönland. Zwischen diesen Druckgebilden fließt polare Luft direkt nach Deutschland. Im Süden pumpt Tief Rafael noch subtropische Luft nach Norden. Über Deutschland trafen kalte und warme Luftmassen am Freitag zusammen. Letztlich behält aber die Kaltluft die Oberhand und drängt die warme nach Süden ab.

Sehr lange wird der frühe Winter mit einstelligen Tagestemperaturen und Frost in der Nacht nicht dauern. Bis Mitte der Woche werde der Frost sich aber in den mittleren und höheren Lagen Süddeutschlands halten. Erst in der zweiten Hälfte der Woche deute sich eine deutliche Milderung an, sagte Herold.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Charly

26.10.2012, 15:20 Uhr

Nächste Woche lesen wir wieder:

"Völlig unerwarteter Wintereinbruch lässt bei der Bahn die Heizung ausfallen."

Account gelöscht!

27.10.2012, 10:54 Uhr

goldener Oktober
================
"Plötzlich wird es Winter: Schnee, Glätte und Frost bestimmen die Wetterkarte fast überall in Deutschland."

Und die "Pannenbahn" hat schon 30% Zugausfälle vorhergesagt.
Die "Kunden" würden/werden also wieder "schockgerostet".
Und wer oder was ist Schuld? Natürlich der "Klimawandel"!
Weitre Folgen sind:
Die Heizung friert ein, Blackouts, Hunger, mehr Tote, etc. pp.

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