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30.10.2012

10:03 Uhr

Wirbelsturm

„Sandy“ bringt Tod und Verwüstung

VonNils Rüdel

Tote, Überschwemmungen, Stromausfälle: Der Wirbelsturm „Sandy“ ist mit voller Wucht über die US-Ostküste hinweggefegt. Heftig wütete er auch in New York, ganze Viertel liefen voll. Ein Sturm-Bericht.

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New YorkEs war um kurz vor zehn Uhr am Abend, als sich Bürgermeister Michael Bloomberg mit einem dringenden Appell an die New Yorker wandte. „Bitte, bitte rufen Sie nicht den Notruf 911, es sei denn, es geht um eine lebensbedrohliche Situation“, sagte Bloomberg auf einer spontan einberufenen Pressekonferenz. „Sie riskieren das Leben anderer Leute, wenn Sie die Leitung blockieren.“ Zu dieser Zeit gingen rund 10.000 Anrufe je halbe Stunde bei der zentralen Leitstelle ein. Normal sind 1.000.

Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr waren am Montagabend (Ortszeit) im Dauereinsatz. Mit Windböen von bis zu 130 Stundenkilometern, Starkregen und einer bis zu vier Meter hohen Flutwelle hatte der Wirbelsturm „Sandy“ am Abend die 8,5-Millionen-Metropole heimgesucht. „Es ist ein Sturm, wie er nur einmal in langer Zeit vorkommt“, sagte Bürgermeister Bloomberg.

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Das Auge des Hurrikans war gegen 20 Uhr nahe der Casino-Stadt Atlantic City an der Küste New Jerseys mit voller Wucht auf Land getroffen. Zuvor hatte sich „Sandy“ über dem Atlantik mit einem Wintersturm verbunden und zu einem Monstersturm verstärkt. Der „Frankenstorm“, wie ihn Meteorologen nennen, verwüstete am Montag weite Teile der US-Ostküste. In vielen Städten waren Straßen überflutet und Bäume umgeknickt, laut CNN waren 6,5 Millionen Menschen in „Sandys“ Einzugsgebiet von North Carolina über Washington D.C. bis Maine waren am Abend zumindest zeitweilig ohne Elektrizität. Es gab mindestens 14 Tote in den USA und Kanada.

In Erwartung von „Sandy“ war in New York, rund 200 Kilometer nordöstlich von Atlantic City, bereits am Morgen das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen. Sämtliche U-Bahnen, Züge und Busse waren stillgelegt worden, Schulen, Ämter und die meisten Restaurants hatten geschlossen. Tausende New Yorker aus tief gelegenen Stadtvierteln hatten sich in Notunterkünfte geflüchtet. Zurecht, wie sich zeigte. Am Abend stand das Wasser Medienberichten zufolge 1,20 Meter hoch in U-Bahn- und Straßentunneln. Der Battery-Tunnel, Nordamerikas längster Straßentunnel, lief ebenfalls voll Wasser. Im New Yorker Stadtteil Queens brach ein Feuer aus, das mindestens zwei Dutzend Häuser vernichtete.

Das erste Anzeichen, mit welcher Wucht „Sandy“ am Abend einschlagen würde, zeigte sich am Nachmittag nahe des Central Parks. Dort knickte der Sturm an der Baustelle eines Wolkenkratzers einen fast 70 Meter hohen Kran um, der noch in der Nacht dort oben baumelte. Die Polizei sperrte die gesamte Gegend und evakuierte umliegende Wohnhäuser und Hotels. Ebenfalls am Nachmittag stürzte im Stadtteil Chelsea die komplette Fassade eines fünfstöckigen Wohnhauses ein. Verletzt wurde niemand.

Kommentare (22)

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pietmondrian

30.10.2012, 07:22 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

RalphFischer

30.10.2012, 07:34 Uhr

Vergesst Statistiken und Menschenverstand.
Es ist einfach unmöglich einem Amerikaner den Klimawandel begreiflich zu machen, weil jeder gute Amerikaner weiss, das Gott das Wetter macht...

ZurSache

30.10.2012, 07:46 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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