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31.10.2012

15:48 Uhr

Wirbelsturm-Schäden

New Yorker bauen nach „Sandy“ ihre Stadt wieder auf

Nach „Sandy“ beginnt in New York das große Aufräumen. Schlamm muss weggeschaufelt, Leitungen müssen geflickt und Wasser muss abgepumpt werden. Die New Yorker packen es an. Und sie erobern ihre Stadt zurück.

Ein Arbeiter in Brooklyn versucht, mit einer Schneeschaufel die Straße von den Wassermassen zu befreien. dpa

Ein Arbeiter in Brooklyn versucht, mit einer Schneeschaufel die Straße von den Wassermassen zu befreien.

New YorkRichtige New Yorker verkriechen sich nicht. Kurz nachdem Wirbelsturm „Sandy“ durch die Millionenmetropole getobt ist, trauen sich die Menschen schon wieder auf die Straßen. Viele in Gummistiefeln, aber zur Not reicht auch ein Paar Turnschuhe. Die New Yorker wollen mit eigenen Augen sehen, was der Sturm ihrer Stadt angetan hat. Und sie wollen zeigen: Wir leben noch! Wir lassen uns nicht unterkriegen!

Schon früh am dunklen Morgen gleich nach der Horrornacht füllen sich die Straßen langsam wieder mit Leben. Zuerst sind es nur ein paar Hartgesottene, die über den hell erleuchteten Times Square streifen - anders als in den tiefer gelegenen Gebieten gibt es hier weiter Strom. Die Menschen haben die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Es regnet immer wieder und windet.

Am Mittwoch dann, am zweiten Tag danach, klart der Himmel endlich auf. Die Sonne kommt heraus. Die „New York Times“ liegt wieder vor vielen Haustüren. Arbeiter haben damit begonnen, die Bäume aus dem Weg zu räumen. Die ganze Nacht waren Kettensägen im Einsatz.

Während „Sandy“ anderswo in New York City und Umgebung große Verwüstungen angerichtet hat, halten sich die Schäden hier in Midtown Manhattan in Grenzen. Blätter und ein paar abgerissene Äste säumen die Straßen. Ein abgeknickter Baukran hoch oben auf einem Hochhaus-Neubau an der 57. Straße wird zum beliebten Foto-Objekt. Der Stahlkoloss drohte anfangs abzustürzen, doch er ist zäh.

Nach „Sandy“: Plünderer ziehen durch New York

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Plünderer ziehen durch New York

Der Schock nach dem Wirbelsturm „Sandy“ sitzt bei den New Yorkern tief. Während die meisten Bürger sich um die Rückkehr zur Normalität bemühen, wird in mehreren Stadtteilen von Plünderungen berichtet.

Einige Blocks weiter südlich ist die Lage angespannter. Der Strom ist ausgefallen. Am Dienstagmorgen liegen ganze Straßenzüge im Dunkeln. Auch die Handynetze funktionieren nicht. Die Ampeln bleiben schwarz. Verkehrspolizisten in warn-gelben Jacken regeln den Verkehr am Union Square. Zumindest am ersten Morgen nach „Sandy“ bleibt ein Verkehrschaos aus: Es fahren kaum Autos.

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