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14.11.2013

12:15 Uhr

Wolfgang Rösch

Tebartz-Vertreter verzichtet auf höheres Gehalt

VonLisa Hegemann

ExklusivDer Limburger Generalvikar setzt auf Bescheidenheit: Wolfgang Rösch, der die Geschäfte während der Abwesenheit von Bischof Tebartz-van Elst leitet, will sein Pfarrersgehalt behalten – obwohl er Anspruch auf mehr hätte.

Generalvikar Wolfgang Rösch würde für sein neues Amt ein höheres Gehalt bekommen – aber das will der Kirchenmann gar nicht. Reuters

Generalvikar Wolfgang Rösch würde für sein neues Amt ein höheres Gehalt bekommen – aber das will der Kirchenmann gar nicht.

DüsseldorfSchon bei seiner ersten Pressekonferenz hatte sich Wolfgang Rösch bewusst anti-materialistisch präsentiert. Diese Maxime setzt der Vertreter des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz van-Elst fort: Als Generalvikar hätte er Anspruch auf ein Beamtengehalt der Stufe B3. Das sind in Hessen 6.771,88 Euro im Monat. Doch Rösch will das Geld nach eigenen Angaben nicht.

Wie er gegenüber Handelsblatt Online erklärte, wird er das Gehalt nicht in Anspruch nehmen und stattdessen weiter seinen Pfarrerslohn beziehen. Das entspricht ungefähr dem, was ein verbeamteter Lehrer in Hessen verdient. Der Generalvikar betont aber auch gleich, dass er mit seinem Verzicht nicht angeben wolle. „Viele machen das so wie ich“, sagt Rösch.

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Der neue Generalvikar im Limburger Bistum muss nun die Wogen glätten, die Tebartz-van Elst aufgewirbelt hat. Wolfgang Rösch bemüht sich in seiner ersten Pressekonferenz um Offenheit – aber nicht um Öffentlichkeit.

Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst war nach Kritik am millionenschweren Neu- und Umbau seiner Bischofsresidenz von Papst Franziskus beurlaubt worden. Rösch war daraufhin früher als geplant zum Generalvikar ernannt worden und leitet nun die Geschäfte des Bistums. Wegen seiner neuen Aufgaben stände ihm auch ein höherer Lohn zu.

Mit dem Verzicht auf ein höheres Gehalt folgt Rösch nun dem, was er schon auf der Pressekonferenz andeutete: Ein Gottesmann zu sein, sei für ihn eine Berufung, kein Beruf.

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