Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.07.2014

15:05 Uhr

Wrack wird abgeschleppt

„Costa Concordia“ Richtung Genua unterwegs

Der Abtransport des havarierten Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ ist in vollem Gange: Mit Schleppern hat das Schiff inzwischen Kurs auf Genua genommen. Die Reise dorthin wird etwa vier Tage dauern.

Drei Jahre nach der Havarie

Die letzte Reise der Costa Concordia

Drei Jahre nach der Havarie: Die letzte Reise der Costa Concordia

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

GiglioMehr als zweieinhalb Jahre nach der Havarie der „Costa Concordia“ ist das Schiffwrack auf dem Weg zur Verschrottung. Das havarierte Kreuzfahrtschiff wurde am Mittwoch von der italienischen Insel Giglio auf das Meer hinausgezogen. Die Schlepper nahmen dann mit der „Costa Concordia“ Kurs auf Genua, wo sie abgewrackt werden soll.

„Das Schiff ist abgefahren. Für uns alle ist das ein Grund zur Freude“, verkündete Italiens Zivilschutzchef Franco Gabrielli, nachdem die „Costa Concordia“ gegen 11 Uhr ihre endgültige Route eingeschlagen hatte. Giglio verabschiedete den 290-Meter-Riesen mit Schiffssirenen und Glockengeläut, gedachte aber auch der 32 Todesopfer der Schiffskatastrophe vom Januar 2012. Bei der Havarie waren auch 12 Deutsche ums Leben gekommen.

Bereits am Mittag war der langsam fahrende Schleppzug von der Insel aus nur noch am Horizont zu erkennen. Gezogen von mehreren Schleppern und eskortiert von einem Konvoi aus zehn Begleitschiffen soll die „Costa Concordia“ etwa vier Tage unterwegs sein, bis sie ihren Zielort Genua erreicht. In der ligurischen Hafenstadt wird das Kreuzfahrtschiff in den kommenden zwei Jahren verschrottet. „Alles hat perfekt funktioniert, sie sollte zwischen Samstagnacht und Sonntagmorgen in Genua ankommen“, erklärte Ingenieur Franco Porcellacchia.

Vor gut zweieinhalb Jahren war das Luxusschiff zu nahe an die Insel herangefahren, hatte einen Felsen gerammt und war auf Grund gelaufen. Es folgte eine einzigartige Bergungsaktion, die am Ende nach dem Abwracken rund 1,5 Milliarden Euro gekostet haben wird. Ein internationales Team richtete das Schiff auf und bereitete es auf seine letzten Transport vor. Das Kreuzfahrtschiff war 2005 unter italienischer Flagge vom Stapel gelaufen, die Baukosten betrugen damals rund 450 Millionen Euro.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×