Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2010

07:20 Uhr

Zahlreiche Unfälle

Schneechaos auf Deutschlands Straßen und Schienen

Starke Schneefälle haben am Donnerstag den Verkehr in weiten Teilen Deutschlands behindert. Betroffen war vor allem der Osten.

Streu- und Räumfahrzeuge kamen nur schwer voran. dpa

Streu- und Räumfahrzeuge kamen nur schwer voran.

HB HAMBURG. Besonders Lastwagen hatten mit der weißen Pracht zu kämpfen, gerieten auf schneeglatten Straßen immer wieder ins Rutschen und verursachten zahlreiche Unfälle. Streu- und Räumfahrzeuge kamen nur schwer voran.

Auf der Autobahn neun in der Nähe von Jena legte ein Massenunfall mit fünf Lkw den Verkehr stundenlang lahm, wie die Polizei mitteilte. Die Lastwagen waren auf glatter Straße ineinander gefahren und hatten sich verkeilt. Sie lagen zum Teil quer über alle drei Fahrspuren und blockierten die Autobahn Richtung Berlin. Ein Lkw-Fahrer kam dabei ums Leben.

Nur zehn Kilometer von diesem Massenunfall starb ein Mann bei einem weiteren schweren Unfall. Daran waren drei Lkw und zwei Autos beteiligt. Bei Schneeverwehungen in der Uckermark blieb ein Lastwagen auf der Bundesstraße zwischen Strasburg und Pasewalk stecken. Am Morgen war die Straße noch immer gesperrt.

Auch auf der Autobahn A1 bei Hagen im Ruhrgebiet ging in der Nacht über Stunden nichts mehr. Wie die Polizei mitteilte, war ein Lastwagenfahrer am späten Mittwochabend mit seinem Wagen ins Schleudern geraten und umgekippt, weil er auf glatter Fahrbahn zu schnell unterwegs gewesen war. Ein weiterer Lkw konnte nicht mehr bremsen und stieß mit dem quer zur Fahrbahn liegenden Lastwagen zusammen. Die Autobahn blieb rund um die Unfallstelle bis in die frühen Morgenstunden voll gesperrt.

In Hamburg riss eine Oberleitung für Fernzüge der Bahn, die durch das kalte Wetter in Mitleidenschaft gezogen worden war, bei der Rangierfahrt eines unbesetzten Fernzuges. Die Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Dammtor war stundenlang gesperrt, es kam zu zahlreichen Verspätungen. Wie viele Züge ausfielen und wie viele Passagiere warten mussten, war zunächst unklar. Die Strecke ist relativ stark befahren - unter anderem die ICE-Verbindung Hamburg- München und Verbindungen von Hamburg Richtung Nordsee waren betroffen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×