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16.04.2012

17:38 Uhr

Zeugenbericht

„Nonnen“ sollen für Berlusconi gestrippt haben

Im Prozess gegen Silvio Berlusconi sind neue, äußerst pikante Vorwürfe aufgetaucht. Einem Bericht nach sollen zwei Frauen im Nonnen-Outfit für den ehemaligen Regierungschef Italiens getanzt und sich ausgezogen haben.

Silvio Berlusconi ist bekannt für seine Eskapaden. Reuters

Silvio Berlusconi ist bekannt für seine Eskapaden.

RomEine als Nonne verkleidete Regionalpolitikerin soll für Italiens damaligen Regierungschef Silvio Berlusconi einen Striptease hingelegt haben. Das ehemalige TV-Showgirl und derzeitige Parlamentsmitglied in der Region Lombardei, Nicole Minetti, habe gemeinsam mit einer weiteren Frau im Nonnen-Outfit für Berlusconi getanzt und sich bis auf die Unterwäsche ihrer Kleidung entledigt, sagte eine Zeugin nach einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Montag vor Gericht in Mailand. In dem Prozess gegen Berlusconi wird ihm Sex mit minderjährigen Prostituierten vorgeworfen.

Berlusconi (75) bestreitet die Vorwürfe. Er war bei der Verhandlung jedoch nicht anwesend, als die 27-jährige Imane Fadil aussagte. In der Vergangenheit hatte Berlusconi berufliche Verpflichtungen als Grund für sein Nicht-Erscheinen genannt. Der Prozess rund um den sogenannten „Rubygate“-Skandal läuft seit einem Jahr. Im Zentrum steht der Vorwurf gegen Berlusconi, er habe mit dem damals noch minderjährigen Partygirl „Ruby“ gegen Bezahlung Sex gehabt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war die Marokkanerin, die mit bürgerlichem Namen Karima El Mahroug heißt, eine von vielen damals minderjährigen Besucherinnen bei Berlusconi. Berlusconi und „Ruby“ haben eine sexuelle Beziehung miteinander bestritten.

Fadil sagte dem Ansa-Bericht zufolge aus, Berlusconi habe ihr bei ihrem Besuch einen Umschlag mit vier 500-Euro-Noten angeboten. Als sie die Villa verließ, habe sie mitbekommen, dass Minetti und die andere „Nonne“ dort die Nacht verbringen wollten. Fadil fordert in einem separaten Prozess eine Entschädigung von Minetti, der vorgeworfen wird, gemeinsam mit anderen Prostituierte für Berlusconi vermittelt zu haben.

Von

dpa

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