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19.11.2015

19:40 Uhr

Zugunglück in Frankreich

TGV fuhr zu schnell und bremste zu spät

Das schwerste Zugunglück seit Einführung der TGV-Schnellzüge geht offenbar auf Fehlverhalten zurück: Der Lokführer fuhr zu schnell und bremste zu spät, teilt die französische Bahn mit. Doch Unklarheiten bleiben.

Der Zug fuhr zu schnell und stürzte von einer Brücke. Offenbar hatte der Fahrer verschiedene Sicherheitsregeln ignoriert. AFP

Kanal in Eckwersheim

Der Zug fuhr zu schnell und stürzte von einer Brücke. Offenbar hatte der Fahrer verschiedene Sicherheitsregeln ignoriert.

ParisDas schwere Zugunglück im Elsass am vergangenen Samstag ist wohl durch zu hohe Geschwindigkeit und zu spätes Bremsen ausgelöst worden. Wie das französische Bahnunternehmen SNCF am Donnerstag mitteilte, fuhr der Hochgeschwindigkeitszug TGV mit 243 km/h statt der maximal erlaubten 176 km/h, als er entgleiste. Zwei Triebwagen und sechs Waggons stürzten daraufhin von einer Brücke in den Rhein-Marne-Kanal.

Das Unglück ereignete sich während einer Testfahrt in der Nähe von Eckwersheim. Laut Angaben der SNCF kamen elf Menschen ums Leben, 42 wurden verletzt. Während der Fahrt befanden sich auch Kinder an Bord. Die Minderjährigen mitzunehmen, sei „leichtsinnig“ gewesen, teilte die SNCF mit.

Derzeit werde noch geklärt, warum sich zum Zeitpunkt des Unfalls sieben statt der erlaubten vier Personen in der Fahrerkabine befanden, hieß es weiter. Bis zum Abschluss der Untersuchungen würden alle Probefahrten mit Hochgeschwindigkeitszügen ausgesetzt. Die Zugkatastrophe war der schwerste Unfall mit einem TGV, seit die Schnellzüge 1981 ihren Dienst aufnahmen.

Von

dpa

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