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02.12.2016

15:54 Uhr

Zugunglück von Bad Aibling

Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Haft für Fahrdienstleiter

Im Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling mit zwölf Toten hat die Staatsanwaltschaft vier Jahre Haft für den angeklagten Fahrdienstleiter gefordert. Sie wirft ihm fahrlässige Tötung vor. Das Urteil folgt am Montag.

Die Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Haft für den angeklagten Fahrdienstleiter. Das Urteil wird am Montag verkündet. AP

Zugunglück von Bad Aibling

Die Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Haft für den angeklagten Fahrdienstleiter. Das Urteil wird am Montag verkündet.

TraunsteinDer angeklagte Fahrdienstleiter im Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling mit zwölf Toten soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft zu vier Jahren Haft verurteilt werden. Nach Überzeugung der Anklagebehörde ist der Bahnmitarbeiter der fahrlässigen Tötung in vollem Umfang schuldig.

Oberstaatsanwalt Jürgen Branz hielt dem 40-Jährigen in seinem Plädoyer am Freitag „kopfloses Verhalten“ im Dienst am Unfalltag vor. Er listete eine ganze Kette von Fehlentscheidungen bei der Arbeit im Stellwerk auf.

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Das Zugunglück von Bad Aibling ist eines der schwersten in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Fahrdienstleiter räumt vor Gericht Fehler ein und wendet sich in einer Erklärung an die Angehörigen der Todesopfer.

Vor allem rügte er das verbotene Handyspielen des Angeklagten bis kurz vor dem Zusammenstoß der beiden Züge am 9. Februar: „Letztlich liegt hier der Grund für die Fehlhandlungen des Angeklagten“, sagte Branz vor dem Landgericht Traunstein. Ein technischer Fehler scheide aus.

Das Urteil wird am Montag verkündet. Die Höchststrafe bei fahrlässiger Tötung beträgt fünf Jahre. Bei dem Unglück starben zwölf Menschen, fast 90 wurden teils lebensgefährlich verletzt.

Von

dpa

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