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23.10.2013

16:56 Uhr

Zukunft des Limburger Bischofs unklar

Papst suspendiert Tebartz-van Elst

Der umstrittene Limburger Bischof muss seine Ämter vorerst ruhen lassen. Tebartz-van Elst soll eine Zeit außerhalb der Diözese verbringen, hieß es im Vatikan. Das Bistum Regensburg bot bereits Zuflucht an.

Papst spricht Machtwort

Auszeit für Bischof Tebartz-van Elst

Papst spricht Machtwort: Auszeit für Bischof Tebartz-van Elst

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Rom/TrierDer Vatikan hat dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst vorerst die Führung der Amtsgeschäfte entzogen. Tebartz-van Elst werde bis zum Abschluss der Überprüfung der Vorwürfe gegen ihn „eine Zeit außerhalb der Diözese“ verbringen, teilte der Vatikan am Mittwoch mit.

In der täglichen Pressemitteilung des Heiligen Stuhls hieß es, der Bischof könne seinen Dienst „zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausüben“. Eine Kommission soll nun eingehend die Vorwürfe „im Hinblick auf den Bau des Bischofssitzes“ prüfen. In dieser Zeit soll der bisherige Stadtdekan Wolfgang Rösch den umstrittenen Amtsträger vertreten.

Wolfgang Rösch: Ab sofort Generalvikar des Bistums Limburg. PR

Wolfgang Rösch: Ab sofort Generalvikar des Bistums Limburg.

Rösch war bisher Stadtdekan, wird aber nun laut Vatikan mit sofortiger Wirkung zum Generalvikar ernannt. Eigentlich sollte Rösch dieses Amt erst ab kommendem Jahr ausüben. Ein Generalvikar ist der Vertreter des Diözesanbischofs im Bereich der allgemeinen Verwaltung. Das Bistum Limburg hat für 15.30 Uhr eine Pressekonferenz angekündigt.

Der Bischof Tebartz-van Elst steht seit Wochen wegen der Baukosten in Höhe von mindestens 31 Millionen Euro für seinen Bischofssitz sowie eines beantragten Strafbefehls wegen Falschaussage in der Kritik. Die Staatsanwaltschaft Limburg prüft derzeit, ob sie nach Untreue-Anzeigen gegen den Oberhirten ein Ermittlungsverfahren einleiten wird.

Das Bistum Regensburg hat Tebartz-van Elst nun Zuflucht angeboten. „Wenn der Bischof seine Auszeit im Bistum Regensburg verbringen will, ist er mit Sicherheit herzlich eingeladen“, sagte ein Sprecher der Diözese am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk (BR). Bereits vor seiner Reise nach Rom war der umstrittene Kirchenmann in die Diözese gekommen und hatte den Vorsitzenden des Landeskomitees der Katholiken, Albert Schmid, besucht. Schmid hatte Tebartz-van Elst in den vergangenen Wochen immer wieder verteidigt und dabei Konflikte mit anderen Laienvertretern riskiert.

Kommentare (55)

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23.10.2013, 12:25 Uhr

Unfassbar. Was für ein verlogener Haufen.

Fantomas7

23.10.2013, 12:37 Uhr

Es ist eine Schande, was sich hier der Vatikan und die katholische Kirche. Ich hoffe, dass es zu Massenaustritten kommt. Der Papst zeigt hier nicht sein wahres Gesicht und ist auch nicht entscheidungskräftig. Warum will man mit Überprüfungen noch Zeit gewinnen, wenn so das Geld verprasst wird.

Prophet

23.10.2013, 12:46 Uhr

Alle, die über den ehrwürdigen Bischof lästern, sind doch insgeheim selber bestrebt, das eigene Nest so gut wie möglich zu vergolden. Nur reichts da nicht zu viel Prunk. Da kommt dann schon einmal Neid auf. Dabei möchte der Bischof den Gläubigen doch nur Bescheidenheit lehren, indem er ihnen die Mißgunst vorlebt, die man mit Reichtum auslöst.

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