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05.01.2015

09:24 Uhr

Zwei Schiffsunglücke vor Grossbritannien

Acht Seemänner bleiben spurlos verschwunden

In stürmischem Wetter kentert ein Schiff vor der schottischen Küste. Drei Tage später geben die Hilfsteams die Suche nach den vermissten Seeleuten auf. Glimpflicher kam die Besatzung der havarierten „Höegh Osaka“ davon.

Von Besatzung keine Spur

Frachter vor Küste Schottlands umgekippt

Von Besatzung keine Spur: Frachter vor Küste Schottlands umgekippt

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LondonDrei Tage nach einem Schiffsunglück vor Schottlands Küste mit acht Vermissten beginnt die Suche nach der Unfallursache. Experten sollen zunächst per Echolot ermitteln, wie der mit 2000 Tonnen Zement beladene Frachter auf dem Meeresboden liegt, berichtete die Nachrichtenagentur PA am Montag. Am Vorabend war die Suche nach acht Seeleuten eingestellt worden.

Mit Hubschraubern und einem Flugzeug hatten sie am Sonntag bis zum Einbruch der Dämmerung nach sieben Männern aus Polen und einem Philippiner gesucht. Deren Frachtschiff war am Freitag bei stürmischem Wetter gekentert. Mehrere Boote, die an der Aktion beteiligt waren, hatten sich am Nachmittag auf den Weg zurück in ihre Häfen gemacht und dabei die Küstentreifen nach Menschen, Rettungsbooten und Wrackteilen abgesucht.

Die Besatzung hatte einem Sprecher der Hamburger Reederei Brise zufolge zuletzt am Freitag zur Mittagszeit ein Signal abgegeben. Die Angehörigen sind inzwischen informiert. Bereits vor Abbruch der Suche hatte Susan Todd von der britischen Küstenwache in der BBC die Chancen als gering eingeschätzt, die Besatzung der in Zypern registrierten „Cemfjord“ noch lebend zu finden.

Schwere Fährunglücke im Mittelmeer

10. April 1991

Die italienische Fähre „Moby Prince“ stößt vor Livorno mit dem Öltanker „Agip Abruzzo“ zusammen und geht in Flammen auf. 140 Menschen sterben.

1. November 1999

Etwa 15 Seemeilen vor der westgriechischen Küste gerät die Fähre „Superfast 3“ in Brand. 14 blinde Passagiere kurdischer Abstammung kommen ums Leben.

26. September 2000

Die griechische „Express Samina“ läuft vor der Ägäisinsel Paros auf ein Riff und geht binnen weniger Minuten unter. 81 der etwa 560 Menschen an Bord ertrinken.

16. Januar 2007

Vier Menschen sterben und fast 90 werden verletzt, als in der Meerenge von Messina eine Schnellfähre mit einem Containerschiff zusammenprallt.

Das 83 Meter lange Schiff war mit 2000 Tonnen Zement aus Dänemark beladen und auf dem Weg nach Runcorn bei Liverpool an der britischen Westküste. Ein Notrufsignal hatten die Männer nicht abgesetzt, wie die Reederei mitteilte. Die Besatzung einer Passagierfähre hatte am Samstag den Rumpf des Frachters 24 Kilometer nordöstlich der schottischen Hafenstadt Wick umgedreht im Wasser entdeckt. Am Sonntag versank das Schiff und war nicht mehr zu sehen.

Die Rettungsmannschaften hatten die Suche bei schlechtem Wetter am Samstagabend mit Einbruch der Dunkelheit abgebrochen und bei Tagesanbruch fortgesetzt. Der Reederei zufolge war die „Cemfjord“ 1984 gebaut worden und erst 2014 ohne Beanstandungen inspiziert worden.

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