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21.12.2014

11:43 Uhr

Zwei US-Polizisten in New York erschossen

„Dies war eine Hinrichtung“

Ein 28-jähriger Afroamerikaner erschießt kaltblütig zwei Polizisten. Wollte der Mann Vergeltung üben für Opfer von Polizeigewalt? US-Präsident Obama ruft seine Landsleute dazu auf, „sich der Gewalt zu widersetzen“.

„Regelrechte Hinrichtung“ aus Rache?

Mann erschießt zwei Polizisten in New York

„Regelrechte Hinrichtung“ aus Rache?: Mann erschießt zwei Polizisten in New York

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New York In New York hat ein Afroamerikaner vermutlich aus Rache für tödliche Polizeigewalt gegen Schwarze zwei Beamte erschossen und sich danach mit einem Kopfschuss selbst getötet. Die beiden Polizisten seien in ihrem Streifenwagen im Stadtteil Brooklyn regelrecht hingerichtet worden, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Samstag nach dem Vorfall, der die landesweite Debatte über Rassismus neu befeuern dürfte. US-Präsident Barack Obama verurteilte die Tat aufs Schärfste. „Jeden einzelnen Tag verdienen Polizisten unseren Respekt und unsere Dankbarkeit“, erklärte er.

„Obwohl wir noch nicht alle Einzelheiten kennen, ist es klar, dass dies eine Hinrichtung war, dass diese Polizeibeamten wie bei einer Exekution erschossen wurden“, sagte de Blasio auf einer Pressekonferenz mit Polizeichef William Bratton. Der 28-jährige schwarze Täter habe mit einer halbautomatischen Pistole aus nächster Nähe auf die Polizisten gefeuert, ergänzte Bratton. Anschließend sei er in eine nahegelegene U-Bahn-Station gelaufen, wo er sich mit einem Kopfschuss selbst das Leben genommen habe.

Gewalt gegen Schwarze in den USA

Juli 2016

Am 5. Juli wird ein 37-jähriger Afroamerikaner in Baton Rouge (Louisiana) von einem Polizisten erschossen, nachdem er zuvor zu Boden gedrückt wurde. Mehrere Zeugen halten den Vorfall auf Video fest, es kommt zu Protesten.

Juli 2016

Ein 32-Jähriger wird während einer Fahrzeugkontrolle in Minnesota von einem Polizisten in den Bauch geschossen. Die Freundin des Afroamerikaners hält den Vorfall in einem Facebook-Live-Video fest, das für einen internationalen Aufschrei sorgt.

März 2015

Tödliche Schüsse auf einen unbewaffneten jungen Schwarzen lösen in Madison (Wisconsin) Proteste aus. Angeblich schoss der Polizist in Notwehr.

April 2015

In North Charleston (South Carolina) erschießt ein Polizist einen flüchtenden, unbewaffneten Schwarzen von hinten. Der auf einem Video festgehaltene Fall sorgt international für Aufsehen.

April 2015

Ein Afroamerikaner stirbt in Baltimore (Maryland) an den Folgen einer Rückenverletzung. Er war in Polizeigewahrsam misshandelt worden. Es kommt zu schweren Krawallen.

April 2015

Ein Afroamerikaner stirbt in Baltimore (Maryland) an den Folgen einer Rückenverletzung. Er war in Polizeigewahrsam misshandelt worden. Es kommt zu schweren Krawallen.

Juli 2015

Ein Polizist erschießt in Cincinnati (Ohio) bei einer Verkehrskontrolle einen unbewaffneten Schwarzen. Sein Wagen hatte vorne kein Nummernschild.

Dezember 2015

In Chicago erschießen Polizisten eine fünffache Mutter und einen Studenten. Beide sind schwarz. Der 19-Jährige hatte seinen Vater mit einem Baseballschläger gedroht, die Nachbarin wird nach Polizeiangaben aus Versehen getroffen.

Mai 2016

Am Steuer eines gestohlenen Autos wird eine junge Afroamerikanerin in San Francisco von einer Polizeikugel tödlich getroffen. Auf Druck des Bürgermeisters nimmt der Polizeichef seinen Hut.

November 2014

Ein weißer Polizist muss wegen tödlicher Schüsse auf einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen in Ferguson (Missouri) vorerst nicht vor Gericht. Eine Geschworenenjury sieht keine Beweise für eine Straftat. Der Vorfall löste schwere Unruhen aus.

Juli 2010

Nach einem milden Urteil gegen einen weißen Ex-Polizisten kommt es in Kalifornien zu Ausschreitungen und Plünderungen. Der Mann hatte einen unbewaffneten Schwarzen erschossen, er wurde wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Jahren Haft verurteilt.

November 2006

Ein unbewaffneter Schwarzer stirbt im Kugelhagel der New Yorker Polizei. Er hatte nach dem Verlassen einer Bar im Auto mit Freunden ein Zivilfahrzeug der Polizei gerammt. Im April 2008 werden drei Polizisten freigesprochen.

April 2001

Schüsse eines Polizisten auf einen unbewaffneten Schwarzen lösen schwere Rassenunruhen in Cincinnati (Ohio) aus. Die Behörden rufen den Notstand aus. Der getötete 19-Jährige war bei einer Kontrolle geflüchtet, der Polizist wurde freigesprochen.

Februar 2000

Vier Polizisten, die einen afrikanischen Einwanderer erschossen hatten, werden freigesprochen. Das Urteil der Jury aus schwarzen und weißen Schöffen ist heftig umstritten, in New York kommt es zu Ausschreitungen.

März 1991

Vier Autobahn-Polizisten schlagen den Afroamerikaner Rodney King nach einer Verfolgungsjagd zusammen. Ein Amateur-Video geht um die Welt. Der Freispruch der Männer führt in Los Angeles zu Unruhen mit Dutzenden Toten. In einem Revisionsverfahren werden zwei der Polizisten 1993 zu jeweils 30 Monaten Haft verurteilt. Außerdem erhält das Opfer eine millionenschwere Entschädigung.

Eine Botschaft im Internet deutet auf einen Zusammenhang zwischen den Polizistenmorden und der wachsenden Wut in der US-Bevölkerung über zahlreiche Fälle tödlicher Polizeigewalt gegen unbewaffnete Schwarze hin. In einem Eintrag auf Instagram, der dem Täter von Brooklyn zugeordnete wurde, heißt es: „Heute schicke ich Schweine in den Himmel. Sie bringen einen von uns um ... lasst uns zwei von ihnen umlegen.“ Der Eintrag verwies über Hashtags auf die Namen von Eric Garner und Michael Brown, die zu den bekanntesten Fällen tödlicher Polizeigewalt gegen unbewaffnete Schwarze zählen. Polizeichef Bratton schloss einen solchen Zusammenhang nicht aus. Dies werde noch untersucht.

Nach Angaben Brattons hatte der Täter am frühen Samstagmorgen seine Ex-Freundin im nahegelegenen Bundesstaat Maryland mit einem Schuss schwer verletzt. Danach sei er nach Brooklyn gefahren, wo er Bekannte gehabt habe. Die Polizei von Maryland habe die New Yorker Behörden darüber informiert. Zudem sei die Polizei im Stadtteil Brooklyn auch über die Instagram-Drohung in Kenntnis gesetzt worden.

Die New Yorker Polizei steht nach einem Einsatz mit Todesfolge im Stadtteil Staten Island in der Kritik. Ein Polizist hatte dort im Juli den 43-jährigen Garner in den Würgegriff genommen, der im Verdacht stand, illegal Zigaretten verkauft zu haben. Die Beamten ließen auch nicht von Garner ab, als dieser bereits überwältigt am Boden lag und klagte, er bekomme keine Luft. Garners Tod und die nachfolgende Entscheidung einer Geschworenen-Jury, keine Anklage gegen den weißen Polizisten zu erheben, lösten heftige Proteste in New York und anderen Städten aus. Bereits zuvor war es als Reaktion auf einen ähnlichen Zwischenfall in der Kleinstadt Ferguson zu schweren Krawallen gekommen. Dort hatten Geschworene darauf verzichtet, gegen einen weißen Polizisten Anklage wegen tödlicher Schüsse auf den unbewaffneten Schwarzen Michael Brown zu erheben.

Kommentare (2)

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Herr Holger Klekar

22.12.2014, 12:46 Uhr

US-Präsident Barack Obama verurteilte die Tat aufs Schärfste. „Jeden einzelnen Tag verdienen Polizisten unseren Respekt und unsere Dankbarkeit“, erklärte er.

Ob es wirklich zutreffend ist?

Mag sein, daß die Mehrheit der Polizisten so handelt, aber zu viele Rassisten und Verbrecher sind auch dort.
Straßenraub an der Bevölkerung und auch an Touristen soll es durch Polizei geben - mit Vorwand
Drogenhandel o.a. Delikte. Keine Anklagen - aber Bürger verlieren praktisch alles Geld.
Forsche selbst - und staune.

Aber was man schon erwarten, wenn der Präsident der größte Auftraggeber für gezielte Morde mit Drohnen
und Waffen aller Art ist.

Obama ein Auftraggeber und Massenmörder im Amt und Unwürden - wie Bush. sen.-jun., Reagan,..
Diener des Kapitals - sonst nichts.

Roter Apfel war die Bezeichnung der Indianer für Verräter in den eigenen Reihen.
D.h. Indianer, die zwar die Haut eines Indianers hatten, aber innen weiß waren,
gemeinsame Sache machten bei Völkermord und Ausrottung der Indianer, Büffel, .... waren.

Systematischer Völkermord über Ausrottung der Büffel, Skalp-Jäger, Krankheiten in Reservate gebracht,..

Schwarzer Apfel - paßt zu Obama,
Seit Jahren nutzt er seine Macht nur Verbrechen aus, statt die Republikaner und Demokraten
an die Leine zu legen, die die Welt zerstören.

Obama - Was für ein Heuchler.
Was macht er für Frieden, Gerechtigkeit,.... - Nichts, aber immer mehr Kriege anzetteln, und Regionen im Nahen Osten und Ukraine in Krige und Chaos stürzen - wie der Verbrecher Bush jun.
Laut Obama ist BRD - Besatzung durch USA bis 2099 in Ordnung.
Das sagt doch alles.

Frau Heike Schneider

22.12.2014, 13:18 Uhr

Sehr geehrter Mr. Präsident und Frau! Mich abt ein Greiceh auf Kreta ob ich seine Retnunterlagen mit nach Deutshaldn nehmen könnte, da er nicht nach Detushcaldn kommt. Ich bin nicht die Detusche Retneversichrung. Ist der Grieche jetzt Rassist. Wenn mich ein Mensch egal welcher Hautfarbe um etwas bittet, zum Beispiel eine Oma die die Schrift im Supermarkt nicht lesen kann, ist die Oma ein Rassist. Wissen sei wie oft ich für jemand anders gehalten worden bin als ich bin?
Sorry, ich bin in der DDR geboren, Protestantsich erzogen. Soll ich nur wenn mich jemand nach dem Namen einer Strasse fragt sagen. Ich bin nicht Ihr loste oder soll ich freundlich die Antwort sagen oder sagen . "Das weiß ich nicht". Herr Obama, machen Sei bitte mal einen Therapie zum Thema SOZIALER Autist. Wir sind hier für Euch Ausländerfeindlich weil wir nicht Eurer Fremdsprache kennen. Wir könne nicht perfekt englisch, aber so das es reicht. Ebenso wie viel Griechen.
Ich schätze in den Niederlanden könne so viel Deutsch, weil nach Amsterdam soviel Touristen ins ANNE FRANK - Haus kamen. Sorry, diese sich beleidigt fühlen macht die Welt krank. Das ist doch kein Rassimus wen mich ein andersfarbiger oder Ausländer oder einheimischer im Supermarkt was fragt. Miene grieschedn Freudnen ahlf ich sogar mit im Resturatn. Sin die Griechen deswegen Rassisten weil sei ein deutsche haben helfen lassen! Sei haben da in Amerika ein Problem. Das führt auch dazu dass sie dann hier mich als Angestellte mit meinem Chef verwechselt haben und mich für Sachen verantwortlich gemacht haben, für die ich nicht verantwortlich war. Ich würde den Obamas gern von Deutschland aus mal die Welt erklären!

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