Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.11.2013

08:42 Uhr

Zwischen Essen und Mülheim

Bergbauschaden behindert Zugverkehr im Ruhrgebiet

Der Zugverkehr im Ruhrgebiet ist wegen der Gefahr einer Fahrbahnabsenkung erheblich beeinträchtigt. Im Berufsverkehr könnten Bahnfahrer am Essener Hauptbahnhof deshalb auf eine Geduldsprobe gestellt werden.

Wegen eines Bergbauschadens unter den Gleisen kommt es zu Behinderungen auf den Zugstrecken im Raum Essen. dpa

Wegen eines Bergbauschadens unter den Gleisen kommt es zu Behinderungen auf den Zugstrecken im Raum Essen.

Essen/BerlinDie Gefahr einer Fahrbahnabsenkung durch einen alten Bergbau-Stollen sorgt seit Mittwochabend im Ruhrgebiet für erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr. Betroffen ist die viel befahrene Bahnstrecke zwischen Essen und Mülheim/Ruhr.

Die Bahn war von der Bezirksregierung Arnsberg darüber informiert worden, dass ein quer unter den Bahntrassen verlaufender Alt-Bergbaustollen eventuell einsturzgefährdet sei, sagte ein Bahnsprecher am Abend in Berlin.

Die Bahn ordnete daraufhin gegen 18.25 Uhr an, dass alle Züge auf einer Strecke von 500 Metern hinter dem Essener Hauptbahnhof nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen. Jeder Zug erhielt dadurch eine Verspätung von 15 Minuten. Auf bestimmten Streckenabschnitten fielen einige S-Bahnen aus. Auch Regionalexpresszüge wurden umgeleitet.

Auch im morgendlichen Berufsverkehr erwartet die Deutsche Bahn wegen der Langsamfahrten erhebliche Beeinträchtigungen. Die Störung werde voraussichtlich bis Donnerstagmittag dauern, hieß es. Am Donnerstag sei eine Untersuchung des Stollens durch die Behörden geplant. „Davon hängt das weitere Vorgehen ab“, sagte der Sprecher weiter.

Für den Fernverkehr kündigte die Bahn im Internet bereits an, dass am Donnerstag zunächst alle Züge der Verbindung Frankfurt-Köln-Essen-Dortmund-Hamburg/Hannover/Berlin in beiden Richtungen umgeleitet werden. An den Bahnhöfen Mülheim, Essen und Bochum halten die Züge nicht.

Sogenannte Bergsenkungen sorgen im Ruhrgebiet immer wieder für Wirbel. Ursache sind oft vor vielen Jahrzehnten aufgegebene Stollen im Kohlebergbau. Geben sie nach, hat das mitunter gravierende Auswirkungen an der Erdoberfläche: In schlimmen Fällen können Straßen oder sogar Gebäude wegsacken.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×