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02.01.2013

12:00 Uhr

Ausstellungen 2013

Die Ausstrahlung des Baumeisters

Er bewegte sich in einem internationalen Netzwerk von Avantgarde-Künstlern. Wie stark Willi Baumeister im In- und Ausland wahrgenommen wurde, zeigt 2013 eine Ausstellung im Stuttgarter Kunstmuseum.

„Flämmchenbild“ nannte Willi Baumeister sein 1931 entstandenes abstraktes Ölgemälde. VG Bild-Kunst Bonn 2012 / Kunstmuseum Stuttgart

„Flämmchenbild“ nannte Willi Baumeister sein 1931 entstandenes abstraktes Ölgemälde.

In seinem Buch „Das Unbekannte in der Kunst“, das 1947 erschien, schrieb Willi Baumeister (1889-1955): „Vom Standpunkt des Malers aus ist Malerei die Kunst des Sichtbarmachens von etwas, das durch ihn erst sichtbar wird.“

Ein Jahr später kam Hans Sedlmayrs berühmtes Buch „Verlust der Mitte“ heraus, in dem er behauptete, die gegenstandslose Kunst führe in den Abgrund. In diesem Spannungsfeld wirkte und stritt Baumeister für die Abstraktion. Er hatte damals schon die Mitte 50 hinter sich und lehrte als Professor an der Kunstakademie Stuttgart.

Die Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart befasst sich zum ersten Mal mit der Ausstrahlung des Künstlers. Nach dem Krieg bewegte sich Baumeister in einem internationalen Netzwerk von Avantgarde-Künstlern, Sammlern, Galeristen und Kunsthistorikern. Eine Premiere ist auch die Ausstellung von Teilen seiner privaten Kunstsammlung. Gezeigt werden die Bilder, die er mit den Arbeiten befreundeter Künstler tauschte, unter ihnen Hans Arp, Fernand Léger und Kasimir Malewitsch.

Stuttgart spannt den Bogen von der konstruktivistischen Phase über die „Mauerbilder“ bis zu den späten „Montaru“-Bildern und der „Afrika“-Serie. Dokumentarisches Material und unveröffentlichte Fotografien machen anschaulich, wie stark Baumeister im In- und Ausland wahrgenommen wurde.

Vom 19. Oktober 2013 bis 23. Februar 2014

Von

chf

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