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29.07.2015

08:05 Uhr

Berg-Ehlers, Padura, Modiano

Die Bücher der Woche

Luise Berg-Ehlers macht mit ihrem Buch eine Entdeckungsreise der anderen Art, Leonardo Padura erfreut die Leser mit einem Kuba-Roman und Patrick Modiano wird für die Krönung seine Könnens gefeiert. Die Bücher der Woche.

„Der rote Hitlerjunge“ von Günter Lucks und Harald Stutte, „On the Move - Mein Leben“ von Oliver Sacks, „Das bessere Leben“ von Ulrich Peltzer, „Happy End“ von Joachim Lottmann und weitere Romane sind die Bücher der Woche. dpa

Bücher der Woche

„Der rote Hitlerjunge“ von Günter Lucks und Harald Stutte, „On the Move - Mein Leben“ von Oliver Sacks, „Das bessere Leben“ von Ulrich Peltzer, „Happy End“ von Joachim Lottmann und weitere Romane sind die Bücher der Woche.

Englische Landidylle, schräge Vögel und schlaue Ermittler. Luise Berg-Ehlers macht mit ihrem Buch „Mit Miss Marples aufs Land. Englische Kriminalschriftstellerinnen zwischen Tearoom und Tatort“ eine Entdeckungsreise der besonderen Art.

Grimmiger Blick, resoluter Schritt, beherztes Eingreifen: So haben die meisten Agatha-Christie-Fans Miss Marple vor Augen - selbst wenn sie wissen, dass ihre Verkörperung durch Margaret Rutherford der literarischen Gestalt ihrer geistigen Schöpferin so gar nicht entsprach. Sei's drum. Miss Marple ist auch nach Jahrzehnten gemeinhin das, was Liebhaber mit der klassischen englischen Kriminalliteratur verbinden. Und mit der dörflichen Idylle, alten Cottages, gemütlichen Tearooms und verräucherten Pubs.

Lee, Baum, Roger: Die Bücher der Woche

Lee, Baum, Roger

Die Bücher der Woche

Autorin Harper Lee kehrt mit einem Buch zurück, welches älter als ihr Weltbestseller ist. Antonia Baum verblüfft mit ihrer Anti-Heldin. Und eine klare Botschaft vermittelt Marie-Sabine Rogers Roman. Die Bücher der Woche.

Doch es ist nicht nur das Revier der Agatha Christie (1890-1976). Viele britische Autorinnen haben es für sich erobert, was nun in einem launigen Wegweiser durch das englische Landleben der Crime-Ladies beschrieben wird. Allerdings - ganz neu ist er nicht, denn das Buch von Luise Berg-Ehlers „Mit Miss Marples aufs Land. Englische Kriminalschriftstellerinnen zwischen Tearoom und Tatort“ wurde bereits vor zwei Jahren geschrieben.

Doch nun liegt in einer ersten Auflage ein komprimierter Band des Insel Verlags vor, der - wunderschön bebildert - jeden Freund des Milieus begeistern wird. Und das befindet sich vorwiegend im ländlichen Teil Südenglands. Womit bereits feststeht, dass Christies zweite berühmte Ermittlerfigur, der ebenso eitle wie geniale Hercule Poirot, hier nichts zu suchen hat, denn er ist ein Großstadtdetektiv mit dem Hang zum Reisen, zu Luxus und Bequemlichkeit.

Nicht so Miss Marple, die - egal ob von der schlanken und eher zurückhaltenden Joan Hickson oder vom „detektivischen Schlachtross“ Margaret Rutherford dargestellt - eher die ländliche Einfachheit und Ruhe in stiller Bescheidenheit genießt. Was sie jedoch nicht davon abhält, im Freien eher die schrägen Vögel in der Nachbarschaft ins Auge zu fassen als die lieblich zwitschernden Geschöpfe im Geäst.

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