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13.02.2015

13:58 Uhr

Berlinale

Goldener Ehrenbär für Wim Wenders

Für Wim Wenders geht „Der Himmel über Berlin“ auf: Der Altmeister des Neuen Deutschen Films ist bei der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Kommt jetzt auch der erste Oscar?

Berlinale-Auszeichnung

Ehrenbär für Wim Wenders

Berlinale-Auszeichnung: Ehrenbär für Wim Wenders

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BerlinSelbst die Toten Hosen waren dabei: In Anwesenheit zahlreicher Wegbegleiter ist Regisseur Wim Wenders (69) bei der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden.

Der brasilianische Regisseur Walter Salles („Central Station“) würdigte Wenders am Donnerstagabend in seiner Laudatio als einen der „größten Filmemacher aller Zeiten“. „Was Wenders uns gelehrt hat, ist ein moralischer, aber auch ein ästhetischer und ein inhaltlicher Kompass fürs Filmemachen“, sagte Salles.

Auf Wunsch von Wenders lief bei der Gala eine digital restaurierte Fassung seines Thrillers „Der amerikanische Freund“ (1977). Nach einem Roman von Patricia Highsmith spielen Bruno Ganz und Dennis Hopper ein höchst ungleiches Freundespaar.

Berlinale-Chef Dieter Kosslick sagte, mit Wenders ehre das Festival einen der renommiertesten zeitgenössischen Autorenfilmer: „Sein genreübergreifendes und vielseitiges Werk als Filmemacher, Fotograf und Autor hat unser Filmgedächtnis geprägt.“

19 Filme im Rennen um den goldenen Bären

Berlinale

Im Wettbewerb der 65. Berlinale (5. bis 15 Februar) konkurrieren 19 Filme aus aller Welt um den Goldenen und die Silbernen Bären. Weitere Regiearbeiten laufen außer Konkurrenz und in der Special-Reihe.
Quelle: dpa

Wettbewerb (1)

- „Queen of the Desert“ von Werner Herzog, mit Nicole Kidman, Robert Pattinson, James Franco (Deutschland/USA)
- „Victoria“ von Sebastian Schipper, mit Laia Costa, Frederick Lau (Deutschland)
- „Als wir träumten“ von Andreas Dresen (Deutschland)

Wettbewerb (2)

- „Knight of Cups“ von Terrence Malick, mit Christian Bale, Cate Blanchett, Natalie Portman (USA)
- „Nobody Wants the Night“ von Isabel Coixet, mit Juliette Binoche, Rinko Kikuchi, Gabriel Byrne (Spanien)
- „Eisenstein in Guanajuato“ von Peter Greenaway (Großbritannien)

Wettbewerb (3)

- „45 Years“ von Andrew Haigh, mit Charlotte Rampling (Großbritannien)
- „Taxi“ von Jafar Panahi, mit Jafahr Panahi (Iran)
- „Journal d'une femme de chambre“ (Tagebuch eines Zimmermädchens) von Benoit Jacquot, mit Léa Seydoux (Frankreich)

Wettbewerb (4)

- „Ixcanul Volcano“ von Jayro Bustamante (Guatemala)
- „Under Electric Clouds“ von Alexei German (Russland)
- „Body“ von Malgorzata Szumowska (Polen)

Wettbewerb (5)

- „Cha và con và“ (Unsere sonnigen Tage) von Di Phan Dang (Vietnam)
- „Yi bu zhi yao“ (Gone with the Bullets) von Wen Jiang (China)
- „Aferim!“ von Radu Jude (Rumänien)

Wettbewerb (6)

- „El botón de nácar“ (Der Perlmuttknopf) von Patricio Guzmán (Chile)
- „The Club“ von Pablo Larraín (Chile)
- „Chasuke's Journey“ von Sabu (Japan)
- „Sworn Virgin“ von Laura Bispuri, mit Alba Rohrwacher, Lars Eidinger (Italien)

Außer Konkurrenz

- „Every Thing Will Be Fine“ von Wim Wenders, mit James Franco, Charlotte Gainsbourg, Rachel McAdams (Deutschland)
- „Elser“ von Oliver Hirschbiegel, mit Christian Friedel, Katharina Schüttler, Burghart Klaußner (Deutschland)
- „Cinderella“ von Kenneth Branagh, mit Cate Blanchett, Lily James, Stellan Skarsgard, Helena Bonham Carter (USA)
- „Mr. Holmes“ von Bill Condon, mit Ian McKellen, Laura Linney (USA)

Berlinale-Special (1)

- „Fifty Shades of Grey“ von Sam Taylor-Johnson, mit Dakota Johnson, Jamie Dornan (USA)
- „Die abhandene Welt“ von Margarethe von Trotta, mit Katja Riemann, Barbara Sukowa, Matthias Habich (Deutschland)
- „Life“ von Anton Corbijn, mit Robert Pattinson (Großbritannien/ Kanada)

Berlinale-Special (2)

- „Woman in Gold“ von Simon Curtis, mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl (Großbritannien/USA)
- „Love & Mercy“ von Bill Pohlad, mit John Cusack, Elizabeth Banks (USA)
- „Selma“ von Ava DuVernay, mit David Oyelowo, Tom Wilkinson, Oprah Winfrey (USA)

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) erklärte vorab: „Berlin ist stolz und dankbar, dass einer der ganz großen Filmschaffenden unser Mitbürger ist.“ Wenders habe mit seinem Klassiker „Der Himmel über Berlin“ der einst geteilten Metropole ein unvergessliches filmisches Denkmal gesetzt.

Aus Anlass der Preisvergabe zeigt die Berlinale in einer Hommage zehn Filme des gebürtigen Düsseldorfers, darunter auch die Handke-Verfilmung „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ (1972), das frühe Meisterwerk „Im Lauf der Zeit“ (1976) und das Roadmovie „Paris, Texas“ (1984).

Mit seinem Dokumentarfilm „Das Salz der Erde“ über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado ist Wenders derzeit für einen Oscar nominiert. Auch der Tanzfilm „Pina“ und die Musiker-Dokumentation „Buena Vista Social Club“ hatten ihm Nominierungen für den weltweit wichtigsten Filmpreis eingetragen.

Von

dpa

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