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05.02.2015

07:33 Uhr

Berlinale

Party, Politik und Proteste auf dem Filmfestival

Glamouröse Stars und politisch brisante Filme: Die 65. Berlinale setzt bis Mitte Februar auf ihre Stärken – und überrascht mit einer hochkarätigen Jury. Kritik bleibt dabei nicht aus, vor allem aus Nordkorea.

Internationale Filmfestspiele

Berlinale in den Startlöchern

Internationale Filmfestspiele: Berlinale in den Startlöchern

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BerlinKritik aus dem Iran, Drohungen aus Nordkorea und erregte Fans des amerikanischen Sadomaso-Dramas „Fifty Shades of Grey“: Die Filmauswahl der 65. Berlinale schlägt bereits vor dem Start des Festivals hohe Wellen. Das größte Publikumsfestival der Welt ist traditionell auch das politischste.

Brisante Filme über Religionswahn, Kindesmissbrauch und Homophobie hat Direktor Dieter Kosslick (66) für das Rennen um den Goldenen Bären ausgewählt. „Aber neben den ernsten Themen gibt es natürlich auch Unterhaltung“, sagt der Chef der Berliner Filmfestspiele.

„Das Star-Aufgebot auf dem roten Teppich kann sich wieder sehen lassen.“ Stars wie Nicole Kidman, Robert Pattinson, Juliette Binoche, Natalie Portman, Helen Mirren, James Franco und Ian McKellen wird Kosslick vor dem Berlinale-Palast am Potsdamer Platz begrüßen. Auch Cate Blanchett, Charlotte Gainsbourg, Ben Kingsley, Charlotte Rampling und der medienscheue US-Regisseur Terrence Malick reisen zu den Premieren ihrer neuen Filme an.

441 Filme aus aller Welt zeigt die Jubiläums-Berlinale, 700 weitere Regiearbeiten werden auf dem European Film Market für professionelle Filmeinkäufer gehandelt. Die Deutschen sind dieses Mal ausgesprochen stark und hochkarätig im Programm vertreten. Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“) stellt „Elser“ über den Hitler-Attentäter Georg Elser vor. Wim Wenders („Pina“, „Der Himmel über Berlin“) ist mit dem Beziehungsdrama „Every Thing Will Be Fine“ mit James Franco und Charlotte Gainsbourg dabei, dem einzigen 3D-Film im Wettbewerb.

Berlinale: Hier laufen die Promis rum

Film-Festival

Bei der 65. Ausgabe der Berlinale laufen elf Tage lang nicht nur rund 440 Filme aus aller Welt. Auch der rote Teppich wird ausgerollt, viele Stars und Sternchen kommen. Für Autogramm- und Selfiejäger bieten sich einige Chancen, zum Beispiel...

am Berlinale-Palast

Dort begrüßt Festivalchef Dieter Kosslick die Stars zu den Premieren im offiziellen Wettbewerb. Diesmal auf der VIP-Liste: Juliette Binoche, Nicole Kidman, Natalie Portman, Robert Pattinson und James Franco.

am Hotel Hyatt

Dort gibt es die Photocalls, bei denen die Stars vor den Fotografen posieren, und die Pressekonferenzen, bei denen sie sich (meistens geduldig) den Fragen der Journalisten stellen. Der Pressebereich ist nur mit Festivalpass zugänglich. Fans warten an der Tiefgarage auf die Limousinen.

im Zoo Palast

Traditionskino im alten West-Berlin. Dort feiert die Verfilmung des Sadomaso-Bestsellers „Fifty Shades of Grey“ ihre Premiere. Mal sehen, ob es bei den Hauptdarstellern Dakota Johnson und Jamie Dornan Rummel gibt.

am Hotel Ritz-Carlton

Ort von Empfängen wie „Movie Meets Media“, wo sich Fernsehprominenz tummelt.

vor den Restaurants und Clubs

Für die Promi-Sichtung braucht es da etwas Glück. Lokale wie das „Borchardt“ oder das „Grill Royal“ dürften wieder einige VIP-Besuche verzeichnen. Ebenso das „Soho House“, ein Club und Hotel, das nur für Mitglieder zugänglich ist.

In „Queen of the Desert“ von Werner Herzog („Fitzcarraldo“) spielt Nicole Kidman die britische Forschungsreisende Gertrude Bell. Auch „Twilight“-Star Robert Pattinson stand für den Film vor der Kamera. Andreas Dresen startet mit „Als wir träumten“ im Wettbewerb, in dem sich 19 Filme um den Goldenen Bären bewerben. Dresen („Halt auf freier Strecke“) zeigt als Weltpremiere die Verfilmung des Romans von Clemens Meyer über Jugendliche in Leipzig.

Sebastian Schipper („Absolute Giganten“) bewirbt sich mit dem Thriller „Victoria“ um die Berlinale-Trophäe. In der Special-Reihe läuft Margarethe von Trottas „Die abhandene Welt“ mit Katja Riemann und Barbara Sukowa. Terrence Malick („Der schmale Grat“), Berlinale-Gewinner von 1999, ist mit dem philosophischen Werk „Knight of Cups“ im Rennen.

19 Filme im Rennen um den goldenen Bären

Berlinale

Im Wettbewerb der 65. Berlinale (5. bis 15 Februar) konkurrieren 19 Filme aus aller Welt um den Goldenen und die Silbernen Bären. Weitere Regiearbeiten laufen außer Konkurrenz und in der Special-Reihe.
Quelle: dpa

Wettbewerb (1)

- „Queen of the Desert“ von Werner Herzog, mit Nicole Kidman, Robert Pattinson, James Franco (Deutschland/USA)
- „Victoria“ von Sebastian Schipper, mit Laia Costa, Frederick Lau (Deutschland)
- „Als wir träumten“ von Andreas Dresen (Deutschland)

Wettbewerb (2)

- „Knight of Cups“ von Terrence Malick, mit Christian Bale, Cate Blanchett, Natalie Portman (USA)
- „Nobody Wants the Night“ von Isabel Coixet, mit Juliette Binoche, Rinko Kikuchi, Gabriel Byrne (Spanien)
- „Eisenstein in Guanajuato“ von Peter Greenaway (Großbritannien)

Wettbewerb (3)

- „45 Years“ von Andrew Haigh, mit Charlotte Rampling (Großbritannien)
- „Taxi“ von Jafar Panahi, mit Jafahr Panahi (Iran)
- „Journal d'une femme de chambre“ (Tagebuch eines Zimmermädchens) von Benoit Jacquot, mit Léa Seydoux (Frankreich)

Wettbewerb (4)

- „Ixcanul Volcano“ von Jayro Bustamante (Guatemala)
- „Under Electric Clouds“ von Alexei German (Russland)
- „Body“ von Malgorzata Szumowska (Polen)

Wettbewerb (5)

- „Cha và con và“ (Unsere sonnigen Tage) von Di Phan Dang (Vietnam)
- „Yi bu zhi yao“ (Gone with the Bullets) von Wen Jiang (China)
- „Aferim!“ von Radu Jude (Rumänien)

Wettbewerb (6)

- „El botón de nácar“ (Der Perlmuttknopf) von Patricio Guzmán (Chile)
- „The Club“ von Pablo Larraín (Chile)
- „Chasuke's Journey“ von Sabu (Japan)
- „Sworn Virgin“ von Laura Bispuri, mit Alba Rohrwacher, Lars Eidinger (Italien)

Außer Konkurrenz

- „Every Thing Will Be Fine“ von Wim Wenders, mit James Franco, Charlotte Gainsbourg, Rachel McAdams (Deutschland)
- „Elser“ von Oliver Hirschbiegel, mit Christian Friedel, Katharina Schüttler, Burghart Klaußner (Deutschland)
- „Cinderella“ von Kenneth Branagh, mit Cate Blanchett, Lily James, Stellan Skarsgard, Helena Bonham Carter (USA)
- „Mr. Holmes“ von Bill Condon, mit Ian McKellen, Laura Linney (USA)

Berlinale-Special (1)

- „Fifty Shades of Grey“ von Sam Taylor-Johnson, mit Dakota Johnson, Jamie Dornan (USA)
- „Die abhandene Welt“ von Margarethe von Trotta, mit Katja Riemann, Barbara Sukowa, Matthias Habich (Deutschland)
- „Life“ von Anton Corbijn, mit Robert Pattinson (Großbritannien/ Kanada)

Berlinale-Special (2)

- „Woman in Gold“ von Simon Curtis, mit Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl (Großbritannien/USA)
- „Love & Mercy“ von Bill Pohlad, mit John Cusack, Elizabeth Banks (USA)
- „Selma“ von Ava DuVernay, mit David Oyelowo, Tom Wilkinson, Oprah Winfrey (USA)

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