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05.08.2012

20:30 Uhr

Berliner Galerien

In der Gunst gestiegen

VonChristian Herchenröder

Kunst kennt keine Pause. Sommerausstellungen in Berlin locken Touristen und Sammler. Eine Studie der Investitionsbank stellt die Wirtschaftskraft der Kunstvermittler in Galerien und Museen heraus.

Heri Dono: „Flying Bidadari“ ist eine Engel-Installation. Im Hintergrund hängen Arbeiten von Nandan Ghiya. Galerie Alexander Ochs

Heri Dono: „Flying Bidadari“ ist eine Engel-Installation. Im Hintergrund hängen Arbeiten von Nandan Ghiya.

BerlinIn Berlin ist immer Saison. Gerade hat eine Studie der Investitionsbank Berlin die wachsende Bedeutung der Kunstgalerien als Wirtschaftsfaktor bestätigt. Sie stellt heraus, dass drei von vier Galerie- und Museumsbesuchern Touristen sind.

Die Analyse, die auf der amtlichen Umsatzsteuer-Statistik fußt, nennt einen Umsatz von knapp 200 Millionen Euro für 407 Galerien und Kunsthandlungen der Hauptstadt im Jahr 2010 - eine Steigerung von 22,7 Prozent, die herausragt, weil die gesamte Berliner Wirtschaft in diesem Jahr nur 7,9 Prozent mehr umsetzte.

Die Senatsverwaltung registriert 440 Privatgalerien in Berlin, inoffizielle Schätzungen gehen bereits von 600 Galerien aus. Ein Fünftel davon gehört zur Gruppe der marktrelevanten Kunstvermittler, auch das eine stattliche Zahl. Für viele Galerien gibt es keine Sommerpause mehr, weil sie sich mehr als in früheren Jahren dem Tourismus verpflichtet fühlen.

Das ist für das Image der Kunststadt nicht weniger wichtig als die Beteiligung am „Gallery Weekend“ oder der neuen Herbstformation „Berlin Art Week“. So gibt es in diesem Sommer Ausstellungen, die es qualitativ durchaus mit den Blockveranstaltungen im Mai oder September aufnehmen können.

Dazu gehört eine Gruppenschau bei Zak/Branicka im Galeriehaus Lindenstraße, in der das unausgewogene Verhältnis von Gewalt und Religion als Ursache von Konflikten beleuchtet wird. Zwei Arbeiten sind besonders brisant. Der Pole Hubert Czerepok hat Bibel, Koran und Tanach nebeneinander aufgestapelt und durchschossen.

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