Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.02.2013

10:37 Uhr

Boubaker Fine Antiques

Zuschlag in zehn Minuten

VonChristiane Fricke

Nach dem erst kürzlich online gegangenen Kunsthandelsportal Auctionata steht nun ein weiteres Unternehmen in den Startlöchern des World Wide Web: die Online-Auktions-Plattform Boubaker Fine Antiques. Premiere ist am 2. und 3. Februar.

Amin Boubaker, Inhaber der Online-Versteigerungsplattform Boubaker Fine Antiques. Stefanie MoelothBoubaker Fine Antiques, Augsburg

Amin Boubaker, Inhaber der Online-Versteigerungsplattform Boubaker Fine Antiques.

DüsseldorfDas nach eigener Darstellung „erste und einzige reine Online-Auktionshaus für hochwertige Kunst und Antiquitäten mit wöchentlichen Versteigerungen“, Boubaker Fine Antiques, geht an diesem Wochenende an den Start. Damit bekommt der erst kürzlich online gegangene Berliner Versteigerer Auctionata Konkurrenz. In Berlin wird jedoch, anders als bei Boubaker, auch parallel vor Ort versteigert.

Grenzen des Ebay-Handels

Ebay-Kunden ist Spiritus Rector und Inhaber Amin Boubaker seit zehn Jahren bekannt durch die „Antikloge“. Mit diesem Portal setzte der einstige BWL-Student nach eigenen Angaben allein 2012 rund 7 Millionen Euro um, vom Probierweingläschen bis zum Gemälde. Mehr als 10.000 Objekte schlägt der Jung-Unternehmer hier monatlich um, das meiste zu Preisen zwischen 50 und 500 Euro. Wenige Stücke erzielen mehr als 2.000 Euro. Doch „die Antikloge bei eBay hat ihre Grenzen“, erklärt der Unternehmensgründer, der am Rand von Augsburg ansässig ist und 36 Mitarbeiter beschäftigt.

Alles ab 1.000 Euro aufwärts verkauft sich nach Angaben Boubakers bei Ebay schwierig. Es fehle das Vertrauen und die entsprechende Kundschaft. An diesem Punkt setzt Boubaker Fine Antiques an, und das erklärt wohl auch das aufwendige und erstaunlich pompöse Marketing, das den Markteintritt von Boubaker.de begleitet. Dazu passt der Katalog, der gleichzeitig als Werbebroschüre dient und sich im Gewand eines vierteljährlich erscheinenden Magazins in streng limitierter Auflage präsentiert. Das Angebot dagegen ist zwischen Flohmarkt, Ebay und Varia angesiedelt und soll zukünftig einmal wöchentlich zur Auktion kommen.

Schöpfer des Puppenautomaten mit Federantrieb und kunstvoll gearbeiteter Figur ist Gustave Vichy. Stefanie MoelothBoubaker Fine Antiques, Augsburg

Schöpfer des Puppenautomaten mit Federantrieb und kunstvoll gearbeiteter Figur ist Gustave Vichy.

Puppen-Automat aus dem 19. Jahrhundert

Von den je 300 Losen, die am kommenden Samstag und Sonntag zum Verkauf stehen, listet der Katalog 81 ausgewählte Objekte aus allen nur denkbaren Kategorien, vom Cartier Reisekoffer bis zur barocken Jagdflinte. Die ehrgeizig taxierten Top-Lose sind größer abgebildet und näher beschrieben, darunter ein Rad fahrender gut erhaltener Puppen-Android aus dem 19. Jahrhundert für 4.000 Euro, ein über sieben Meter hoher, blau gefasster neogotischer Hochaltar (32.000 Euro) und eine hübsche goldene Spindeltaschenuhr von 1730, deren Limit bei 12.500 Euro liegt. Im Internet können die Exponate von allen Seiten betrachtet werden.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

123

16.05.2013, 07:53 Uhr

37 Negativbewertungen bei Ebay innerhalb von nur 1 Monat sprechen fuer sich. Ihre Redakteure sollten vor einer Veroeffentlichung eines solchen Artikels besser recherchiert haben! Helmut Schiedel

Anonym

29.08.2013, 16:00 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

nilchen

13.09.2013, 10:50 Uhr

mich würde mal interessieren wo der knappe 10.000 Artikel im Monat bekommt. Der muss ja ein riesen Lager haben. @anonym bei über 6000 Bewertungen im Monat sind 37 neg. Bewertungen nicht so schlimm....

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×