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02.05.2017

18:49 Uhr

Bowie-Musical auf Erfolgskurs

„Lazarus“ kommt nach Düsseldorf

Intendant Wilfried Schulz hat das Schauspielhaus Düsseldorf aus der Krise geholt und landesweit wieder Aufmerksamkeit beschert. Und das, obwohl das Theatergebäude seit über zwei Jahren wegen Sanierung geschlossen ist.

Die schottische Schauspielerin Amy Lennox liegt beim Musical „Lazarus“ im Kings Cross Theatre in London auf der Bühne. dpa

Bowie-Musical „Lazarus“

Die schottische Schauspielerin Amy Lennox liegt beim Musical „Lazarus“ im Kings Cross Theatre in London auf der Bühne.

DüsseldorfNach einer fulminanten ersten Spielzeit holt Schauspielintendant Wilfried Schulz auch in seiner zweiten Saison große Produktionen und Regisseure nach Düsseldorf. David Bowies Erfolgsmusical „Lazarus“ mit Songs des Anfang 2016 verstorbenen Popstars wird dort Anfang Februar 2018 erstmals in Deutschland aufgeführt. Für die deutschsprachige Premiere konnte sich das Schauspielhaus Düsseldorf die Rechte sichern, wie Intendant Wilfried Schulz am Dienstag mitteilte. Für die begehrte Produktion werde das wegen Sanierungsarbeiten noch geschlossene Schauspielhaus ausnahmsweise geöffnet. Regie führt Matthias Hartmann. In London ist „Lazarus“ mit vielen berühmten Bowie-Klassikern seit langem ein Publikumserfolg.

Im Herbst 2018 will Schulz (64) das wegen einer benachbarten Großbaustelle seit Anfang 2016 geschlossene Schauspielhaus wieder ständig beziehen. „Da wird die Baustelle rund um das Haus und im Haus aber noch toben“, sagte er. Ende 2019 oder Anfang 2020 werde die gesamte Sanierung „hoffentlich abgeschlossen sein“. 2020 feiert das Schauspielhaus sein 50. Jubiläum. Für das Jubiläumsjahr wurde das renommierte internationale Festival „Theater der Welt“ mit rund 30 Produktionen an Düsseldorf vergeben. „Wir feiern den Abschluss einer schwierigen Zeit und das Ende der Krise mit einem großen Fest“, kündigte Schulz an.

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Vorerst wird das Düsseldorfer Ensemble aber weiter in der Ersatzspielstätte Central am Hauptbahnhof und auch an ungewöhnlichen Orten in der ganzen Stadt auftreten. In der Spielzeit 2017/18 inszeniert Andreas Kriegenburg Brechts „Die Dreigroschenoper“, Sebastian Baumgarten „Caligula“ von Albert Camus und Armin Petras „1984“ von George Orwell in Düsseldorf. In einem Zelt am Rheinufer steht Shakespeare im Mittelpunkt. Eine mobile Klassiker-Inszenierung „Nathan (to go)“ tourt durch die Stadt.

Trotz des „komplizierten Umfelds“ - die Wiedereröffnung verzögerte sich immer weiter und zeitweise wurde das Schauspielhaus ganz in Frage gestellt - sei das Ensemble in Düsseldorf „angekommen“, sagte Schulz. Die Touren der Stücke durch die Stadt seien „eine große Erfolgsgeschichte“. Auch wenn das Schauspielhaus wieder bezogen wird, will Schulz an dem aufwendigen Außer-Haus-Konzept festhalten.

Von

dpa

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