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06.12.2016

03:21 Uhr

Britische Künstlerin

Helen Marten erhält Turner-Preis

Skulpturen aus Alltagsgegenständen: Die britische Künstlerin Helen Marten ist mit dem Turner-Preis ausgezeichnet worden. Die Jury honorierte die „poetische und geheimnisvolle“ Qualität ihrer Werke.

Die britische Künstlerin Helen Marten wird mit dem Turner-Preis geehrt. Reuters

London

Die britische Künstlerin Helen Marten wird mit dem Turner-Preis geehrt.

LondonDer renommierte britische Turner-Preis geht in diesem Jahr an Helen Marten. Die 31-jährige Künstlerin aus dem Nordwesten Englands überzeugte die Jury mit Skulpturen, die aus alltäglichen Gegenständen gemacht sind - wie Münzen, Wattestäbchen oder Schüsseln. Die Installation ist noch bis zum 2. Januar 2017 in der Tate Britain in London zu sehen.

Marten leiste mit ihren Skulpturen aus Alltagsgegenständen einen „außergewöhnlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der bildenden Künste, hieß es bei der Preisverleihung im Londoner Museum Tate Britain. Marten habe die Jury mit der „poetischen und geheimnisvollen“ Qualität ihrer Werke beeindruckt.

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Marten rief in einem BBC-Interview kurz nach der Preisverleihung zu mehr Toleranz und Mitmenschlichkeit auf. „Die Welt stürzt von einer Krise in die nächste und das Mindeste was wir tun können, ist nicht nur passive Zuschauer zu sein“, sagte Marten. Für die Künstlerin ist es die zweite wichtige Auszeichnung innerhalb weniger Wochen: Im November hatte sie bereits den Hepworth-Preis gewonnen.

Der nach dem Maler William Turner benannte Preis gilt als die wichtigste britische Auszeichnung für moderne Kunst. Geehrt werden Künstler unter 50 Jahren, die in Großbritannien geboren wurden, dort leben, oder arbeiten. Der Preisträger erhält 25 000 Pfund (knapp 30 000 Euro). Er wurde in diesem Jahr zum 32. Mal vergeben. Unter den vier Nominierten war auch die britische Künstlerin und Hochschullehrerin Josephine Pryde, die in Berlin und London arbeitet.

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