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25.01.2010

16:51 Uhr

Christie's

François Curiel soll China-Markt vergrößern

VonOlga Grimm-Weissert

Schnell, gewitzt, weltläufig - und mit Juwelen bestens vertraut. Das sind die Eigenschaften von François Curiel. Christie?s beauftragt den polyglotten Auktionator seit heute mit der Tiefenerschließung des chinesischen Marktes.

François Curiel in seinem Element. In Christie's Auktionen provoziert er Preishöhenflüge. Christie's Images 2010

François Curiel in seinem Element. In Christie's Auktionen provoziert er Preishöhenflüge.

PARIS. "Ich möchte die Welt christiesianisieren", ist der Lieblingssatz von François Curiel, Europa- und Frankreich-Direktor von Christie's, der ab heute die Christie's Niederlassung in Hongkong übernimmt. Und damit die Verantwortung für ganz Asien, insbesondere China. Der 61-jährige Franzose Curiel, der bereits die Büros in New York und London managte und seit dem Monopolfall in Frankreich Ende 2001 Christie's Frankreich an die Weltspitze brachte, bleibt übrigens weiterhin Direktor von Christie's Europa.

Curiel ist einer der besten Auktionatoren, der mit Charme und Nussknacker-Lächeln auf den Pariser Galaauktionen Höhenflüge bei den Gebote erzielte: sei es die Art-déco-Sammlung Claude und Simone Dray 2007, wo er an einem Nachmittag 59,7 Mio. Euro einholte, oder Yves Saint Laurent-Pierre (YSL-P.B.), wo er unter allen Auktionatoren der rascheste und schlagkräftigste war.

Nachfolger wird sein Rivale de Ricqlès


Sein Pariser Nachfolger ist der früher selbständige Auktionator François de Ricqlès, der seit 2001 Vizepräsident von Christie's France war. Der Konkurrenzkampf zwischen dem 51-jährigen, sanft und behutsam wirkenden de Ricqlès und dem dynamischen Curiel begann im Jahre 2002, als Curiel das Versteigerungstempo seines Kollegen als "viel zu langsam" kritisierte. Curiel wurde zwar von der französischen Presse unterstützt, die de Ricqlès Englisch anlässlich der "Jahrhundertauktion YSL-P.B." schlichtweg als "katastrophal" bezeichnete, er überlässt jedoch jetzt seinem Konkurrenten das Terrain. Denn der einfühlsame de Ricqlès gewann das Vertrauen und damit die Nachlass-Sammlung von Pierre Bergé, was den Jahresumsatz 2009 von Christie's France insgesamt um 351 Mio. Euro aufstockte.

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