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15.11.2011

20:52 Uhr

Cofaa

Eine sehr feine Messe für Westdeutschland

Die Cologne Fine Art & Antiques verbindet Antiquitäten der verschiedensten Epochen. Sehr reizvoll ist auch das Zusammentreffen von Klassischer Moderne mit Design des 20. Jahrhunderts. Die neue Sektion Kunst auf Papier findet auf Anhieb Käufer.

Auf dem Stand der Galerie Gordian Weber Kunsthandel treffen Gemälde von Alice Neel auf eine römische Büste. Cologne Fine Art & Antiques 2011

Auf dem Stand der Galerie Gordian Weber Kunsthandel treffen Gemälde von Alice Neel auf eine römische Büste.

KölnEin edler Glanz liegt über der Cologne Fine Art & Antiques (Cofaa). Und das steht Messen immer gut. Mit gut 80 Händlern gehört sie zu den großen ihrer Art und doch spürt man, dass hier nicht auf Masse gesetzt wird. Ulrike Berendson, Direktorin der Veranstaltung, verfolgt ein ideelles Konzept. Sie will den imaginären Graben zwischen alter und moderner Kunst überwinden. Kein Zweifel – ihr gelingt dieser Sprung mit einem Spektrum von hochwertigen Asiatika bis hin zum zeitgenössischen Design.

Neue Sektion mit vielen roten Punkten

Dass man sich trotz des Erfolgsprogramms der letzten Jahre nicht auf den Lorbeeren ausruhen möchte, zeigt die neue Sektion Kunst auf Papier, die Zeichnungen aus sechs Jahrhunderten einschließlich des 21. Jahrhunderts offeriert. Die Galerie Utermann ist mit Arbeiten von Erich Heckel, Karl Hofer und einer paradiesisch anmutenden Tuschfederzeichnung von August Macke dabei. „Im Zoologischen Garten“, entstanden um 1913/14, wird für 110.000 Euro offeriert. Thomas Le Claire aus Hamburg hält für 48.000 Euro einen kraftvollen Männerakt von Julius Schnorr von Carolsfeld aus der Zeit um 1820 bereit. Zwei Arbeiten des abstrakten Expressionisten Per Kirkeby aus den Jahren 1988 und 1993 für je 24.000 zeigt Michael Werner; und Nolan Judin aus Berlin vereint unter dem Motto „Der Weg allen Fleisches“ eine Sammlung von Georg-Grosz Zeichnungen und Aquarellen im Preisbereich zwischen 7.500 und 38.000 Euro.

Top-Stück bei Thole Rotermund ist zweifellos die Tuschzeichnung „Dorf 1932, 218“ (159.000 Euro) von Paul Klee, bei der sich aus einer scheinbaren Mauer die Ansicht eines Dorfes herausschält. Dass die neue Sektion durchaus Anklang findet, zeigen nicht zuletzt die während der Eröffnung verteilten roten Punkte. Die Galerie Arnoldi-Livie, die mit einem Programm von Anton Raphael Mengs bis Wassily Kandinsky anreiste, konnte bereits eine „Konzentrische Komposition“ von Oscar Schlemmer im sechsstelligen Bereich an einen Sammler übergeben. Bei der Galerie Klüser, die mit ihrem Shooting-Star Jorinde Voigt vertreten ist, fand eine atelierfrische Arbeit aus der neuesten Serie dieser mit vielen Auszeichnungen geehrten, akribischen Zeichnerin für 28.000 Euro eine neuen Besitzer.

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