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26.05.2011

17:33 Uhr

Cologne Fine Art

Neue Impulse aus Köln

VonSusanne Schreiber

Die Kunst- und Antiquitätenmesse Cologne Fine Art etabliert im November 2011eine anspruchsvolle Sektion für  Kunst auf Papier. Die besten Händler bündeln hier ihre Marktpower. Das verleiht der Messe mehr Bedeutung.

Johann Georg von Dillis: Weg nach Wolfratshausen (Ausschnitt) Quelle: Kunsthandel Bellinger

Johann Georg von Dillis: Weg nach Wolfratshausen (Ausschnitt)

DüsseldorfEs gibt sie in London, Paris und New York, nicht aber in Deutschland – eine Messe für Kunst auf Papier. Und das, obwohl hierzulande erstklassige Händler sitzen, die ihre in alle Welt verstreuten Kunden, Privatsammler wie Museen, mit besonderen Zeichnungen, Skizzen und feinen Werken der Graphik versorgen. Um diese Marktpower zu bündeln und gegen die Konkurrenz der Auktionshäuser zu stärken, startet die Cologne Fine Art & Antiques (COFAA) in diesem Herbst eine neue Sektion „Arbeiten auf Papier“.

Nur die Besten

Es soll, laut Messedirektorin Ulrike Berendson, eine Einladungsmesse werden über deren Qualität ein eigener Beirat wacht. Das bedeutet für die COFAA, dass zwei Beiräte und zwei Jurys wirken. Räumlich konzentriert am einen Ende der Halle sollen 20 bis 30 Experten für Kunst auf Papier die 80 bis 90 Stammaussteller der Sammelgebiete Silber, Porzellan, Malerei, Skulptur und Möbel auf hohem Niveau ergänzen – und man möchte sagen anspornen. Etliche der Neuen stellen regelmäßig in Maastricht auf der Tefaf und auf der Art Basel aus. Damit reicht das Spektrum der Cofaa dann von den Alten Meistern über das 19. Jahrhundert und die Klassische Moderne bis zur unmittelbaren Gegenwart. Die war bislang ausgeschlossen. Erschwingliche Blätter der Sektion „Arbeiten auf Papier“ sollen den Einsteiger, herausragende Spitzenstücke die Museen und potenten Sammler zum Kauf locken.

Dialog alte und aktuelle Kunst

Gereift ist die Idee einer Messe für die Kunst auf Papier im Kopf von Fred Jahn. Der Galerist aus München ist diesem Medium seit Jahrzehnten sehr zugetan. Seine Soloshows wie seine epochenübergreifenden Zusammenstellungen sorgen immer wieder für neue An- und Einsichten. "Es soll eine Leistungsschau mit spezifischer Farbe werden", so Jahn. Entscheidend war für den Initiator das Entgegenkommen der Messe, was das hohe Niveau der Aussteller betrifft, der Wunsch nach gleichgroßen Ständen und Querverbindungen zwischen Alter Kunst und zeitgenössischer. Der Beirat Jahn hat mit Berendson weitere Händler gewinnen können: Für die Alte Kunst Arnoldi-Livie, Le Claire und Bellinger, für die Moderne Thole Rotermund und Wienerroither & Kohlbacher, für die Zeitgenossen Klüser, Schönewald Fine Arts, Annemarie Verna und Michael Werner. Die Liste ließe sich mit namhaften Kollegen aus allen Sammelgebieten fortsetzen.

In Zeiten, in denen die Kunstmarktpreise wieder anziehen, dürfte sich der Fokus verstärkt auf Arbeiten auf Papier richten. Sind doch die spontanen Notate aber auch die bildmäßigen Kompositionen auf  Papier traditionell günstiger als Gemälde. Jetzt muss nur noch das Publikum die neue Sektion annehmen.

Die Cologne Fine Art & Antiques findet vom 16. bis 20. November 2011 in Köln statt. 

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