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01.03.2012

15:05 Uhr

Cologne Fine Art & A.

Die Frau am Steuer geht

VonSabine Spindler

Ulrike Berendson, die Leiterin und ideelle Architektin der Cologne Fine Art & Antiques  verlässt Ende März das Kölner Messeunternehmen. Das Erfolgskonzept der Kunstmesse soll fortgesetzt werden.

Ulrike Berendson verlässt die Kölnmesse. Kölnmesse

Ulrike Berendson verlässt die Kölnmesse.

MünchenMan kann wohl davon ausgehen, dass keiner am Stuhl der erfolgreichen Messemacherin Ulrike Berendson gesägt hat.  In nur vier Jahren hat die studierte Kunsthistorikerin die Cologne Fine Art & Antiques  (COFAA) zu einem der wichtigsten und  perspektivreichsten Messeplätze für Kunst und Antiquitäten innerhalb Deutschlands etabliert und die damals dahin dümpelnde Westdeutsche Kunstmesse neu erfunden. Gelungen ist ihr das mit einem Konzept, das auf das Zusammenspiel von traditionellen Antiquitäten und zeitgenössischer Kunst baut  und das sich mit großem Engagement den jüngeren Bereichen des Kunstmarktes wie Design oder Fotografie geöffnet hat. Erst im letzten Jahr hat die COFAA mit der neu arrangierten Sektion „Kunst auf Papier“, die von den Münchener Galeristen wie Fred Jahn und dem Ehepaar Arnoldi-Livie  mit initiiert wurde, einen weiteren Schub nach oben erfahren.

Neues Format

Der Weggang  von der COFAA habe ausschließlich persönliche Gründe, äußerte die 49-Jährige gegenüber dem Handelsblatt. Sie möchte sich neuen Herausforderungen in der Medienbranche   widmen. Der Bereich ist ihr nicht ganz unbekannt. Vor ihrer Karriere als Messechefin  betreute sie das Ressort  Kunstmarktanzeigen bei der FAZ. Auf keinen Fall, so Ulrike Berendson, solle ihre Entscheidung  als Krisenzeichen für die Kölner Messe interpretiert werden. Die Messe steht auf einem stabilen Fundament. „Wir, und damit meine ich die gute Kooperation zwischen Messeleitung und Ausstellern, haben ein neues Format für Kunst- und Antiquitätenmessen  geformt, das auch den zeitgenössischen Anforderungen des Marktes entspricht.“, so Ulrike Berendson.

Die Branche bedauert die Neuorientierung  Berendsons.  „Denn“, so Klaus Gerrit Friese, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Galerien und Kunsthändler, sowie Aussteller auf der COFAA,  gegenüber dem Handelsblatt, „die erfolgreiche Restrukturierung der Kölner Messe war untrennbar mit ihrem Namen und ihrer Persönlichkeit verbunden.“  Andererseits sieht Klaus Gerrit Friese die Perspektive der Messe positiv. Es existiert ein Konzept, das sich bewährt hat und auf das man aufbauen kann.  Aus Sicht der Galeristen hoffe er, dass der neue COFAA-Leiter, die eingeschlagene Richtung beibehalte. Bis zur Berufung des Berendson-Nachfolgers übernimmt  Daniel Hug, Direktor  der Art Cologne, kommissarisch die Leitung der COFAA. Sie soll vom 21. bis 25. November 2012 stattfinden.

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