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28.07.2017

07:20 Uhr

Cologne Fine Art und Classic Cars

Kunst für Automobil-Fans

VonSusanne Schreiber

Zeitgleich mit der Cologne Fine Art findet im November die auf Oldtimer spezialisierte Classic Cars statt. Veranstalter ist Retro Classics. Die Koelnmesse möchte der Kunst- und Antiquitätenmesse neue Besucher zuführen.

Susanne Schreiber

DüsseldorfNeue Besucher zu Kunst und Design in die Messehalle zu locken – das war in den letzten Jahren das Ziel von Conny Zinken, Direktorin der Cologne Fine Art (COFA). Dafür schuf sie zwischen gut 100 Antiquitäten- und Juwelierständen Plattformen für Oldtimer und ermöglichte 50 Galerien für zeitgenössische Kunst sowie freien Projekten in einer zusätzlichen Zeitgenossensektion, an der guten alten COFA teilzunehmen.

2017 sieht die Lage anders aus. Die Schweizer Messegesellschaft MCH Group, die Muttergesellschaft der Art Basel, ist dabei, eine neue Kunstmesse in Düsseldorf zu etablieren – eine Woche vor dem COFA-Termin. Galerien für zeitgenössische Kunst mag das ein Versuch wert sein, sich dort zu zeigen, Aufmerksamkeit zu erregen und – hoffentlich - zu verkaufen. Schließlich war auf der COFA der Publikumszuspruch nicht überwältigend, sieht man einmal von der Vernissage ab. Von (zu) wenigen Verkäufen erzählt indirekt ja auch die Liste jener Händler, die auf weitere Anmeldungen verzichten.

Blick in die Design-Sonderschau der Cologne Fine Art im Jahr 2013. Dominik Pietsch für Handelsblatt

Stilikone mit rasanter Formgebung

Blick in die Design-Sonderschau der Cologne Fine Art im Jahr 2013.

Auch die Oldtimer-Fraktion ist in diesem Jahr nicht mehr attraktiver Juniorpartner der COFA. Eher umgekehrt hängt sich die wachstumsgebremste COFA an die Luxusgüter-Schau an: Diese Woche verkündete die Koelnmesse, dass es auf ihrem Gelände zwei parallel laufende Messen geben werde: die COFA in Halle 11 (23.bis 26.11.) und dazu die Classic Cars in den Hallen 4 und 5 (24. bis 26.11.). Veranstalter dort ist Retro Classics. Ein Kombiticket für 25 Euro soll Sammler, Schrauber, Designfreunde, Kunst- und Autofans zum Besuch beider Veranstaltungen animieren. Wäre ja schön, wenn die eleganten Automobilisten ihr allgemeines Stilbewusstsein entdeckten und die COFA in nennenswerter Zahl besuchen würden, um Kunst für die eigene Immobilie zu erwerben.

Bleibt zu hoffen, dass die COFA-Aussteller ferner auf konsumfreudige Stammbesucher treffen werden. Wenn es nicht die Liebhaber von kostbaren Seltenheiten der Kunst- und Designgeschichte sind, dann mindestens die kostenbewussten Einrichter. Denn im Vergleich zum Neupreis heute gefertigter Designer-Möbel und -Lampen von der Stange, sind viele Exponate der COFA Unikate und nachgerade günstig. Nicht nur die, die im sogenannten Young Collectors Room der Entdeckung harren. Dort werden Kunst und Kunstgewerbe-Objekte aus vielerlei Händlerbesitz zu stimmungsvollen Ensembles gruppiert. Voraussetzung ist, dass das Kunstwerk unter 5.000 Euro kostet. Patina, das gefällt nicht nur dem Oldtimerchauffeur auf alten Ledersitzen, sondern auch Kunstfreunden. Patina erzählt Geschichten aus der Geschichte.

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