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13.06.2012

17:15 Uhr

Cornelia Zinken

Frauenpower in Köln

Wieder eine Frau an der Spitze der Cologne Fine Art & Antiques. Die 29-jährige Cornelia Zinken übernimmt die Leitung der renommierten Kunst- und Antiquitätenmesse in Köln.

Cornelia Zinken, die neue Leiterin der Cologne Fine Art & Antiques. KölnMesse 2012

Cornelia Zinken, die neue Leiterin der Cologne Fine Art & Antiques.

MünchenSeit März war es amtlich, dass die erfolgreiche Messeleiterin Ulrike Berendson den Chefposten der Cologne Fine Art & Antiques (COFAA) aufgibt und sich anderen Aufgaben widmet. Jetzt steht ihre Nachfolgerin fest: die 29jährige Cornelia Zinken. Als Szene-Kennerin und Fachfrau wird sie von der Messegesellschaft beschrieben. Die letzten Jahre arbeitete sie als im Marketingbereich des größten deutschen Kunstversicherers Axa Art, zuletzt war sie Leiterin des internationalen Marketingabteilung und verantwortlich für alle größeren Partnerschaften der Versicherung mit Kunstmessen. Insider schätzen die junge Frau als sehr kompetent und zupackend.

Gute Vernetzung

Die Axa Art ist seit Jahren Sponsor der COFAA. Doch ausschlaggebend für ihre Wahl als neue Direktorin einer der bedeutendsten Kunstmessen Deutschlands war laut Pressemitteilung ihre gute Vernetzung auf dem Kunstmarkt: „Durch die enge Zusammenarbeit mit den Akteuren, insbesondere Privatsammlern, kennt Cornelia Zinken die Bedürfnisse und Ansprüche an Kunstmessen. Ich bin sicher, dass sie den Erfolgskurs der Cologne Fine Art & Antiques in den vergangenen Jahren fortsetzen kann“, so Köln-Messe-Geschäftsführerin Katharina C. Hamma.

In Schottland studiert

Wie aus der Pressemitteilung der Messegesellschaft zu erfahren war, ist Cornelia Zinken seit 2003 auf dem Kunstmarkt tätig. Laut Recherchen des Handelsblattes hat sie ihre ersten Berührungen mit dem Kunstmarkt in Galerien für zeitgenössische Kunst erworben. Zuvor hat sie im schottischen Edinburgh Philosophie und Wirtschaft studiert. Wo die persönlichen Neigungen in Sachen Kunst liegen und welche strukturellen Vorstellungen Cornelia Zinken von der Zukunft der Messe hat, konnte bislang nicht in Erfahrung gebracht werden.

Kurswechsel nicht angebracht

Wie aus dem Messebeirat gegenüber dem Handelsblatt geäußert wurde, hofft man auf eine Fortsetzung des bewährten Messekonzeptes. „Ein Kurswechsel ist wirklich nicht angebracht“, so Hans Paffrath von der Düsseldorfer Galerie Paffrath. In den letzen vier Jahren unter der Leitung Ulrike Berendson hatte sich die COFAA zu einem der wichtigsten und perspektivreichsten Messeplätze für Kunst und Antiquitäten innerhalb Deutschlands etabliert und die damals dahin dümpelnde Westdeutsche Kunstmesse wie Phönix aus der Asche wiedererstehen lassen. Gelungen ist das mit einem Konzept, das auf das Zusammenspiel von traditionellen Antiquitäten und zeitgenössischer Kunst baut und das sich mit großem Engagement den jüngeren Bereichen des Kunstmarktes wie Design oder Fotografie geöffnet hat.

Erst im letzten Jahr hat die COFAA mit der neu arrangierten Sektion „Kunst auf Papier“, die von Galeristen wie Fred Jahn und dem Ehepaar Arnoldi-Livie mit initiiert wurden, einen weiteren Schub nach oben erfahren. Die nächste Cologne Fine Art & Antiques findet vom 21. bis 25. November 2012 statt.

Von

Sabine Spindler

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