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17.03.2013

20:36 Uhr

Demonstration

David Hasselhoff setzt sich für East Side Gallery ein

Sein Song „Looking for Freedom“ gehört irgendwie zum Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989. Nun sang David Hasselhoff das Lied in der Hauptstadt erneut – diesmal, um die East Side Gallery zu retten.

„The Hoff“ in Berlin

David Hasselhoff in guter Mission

„The Hoff“ in Berlin: David Hasselhoff in guter Mission

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BerlinDemonstranten fordern „The Hoff for Bürgermeister“ oder „Sing uns den Flughafen fertig!“ So steht es auf Schildern, die aus der Menschenmenge bei der Demo mit David Hasselhoff für den Erhalt der East Side Gallery hervorstechen. Tausende Fans haben sich am Sonntag an diesem letzten längeren Teilstück der Berliner Mauer versammelt und werden belohnt: Der „Baywatch“-Star stimmt gleich mehrere Male seinen legendären Song „Looking for Freedom“ an.

East Side Gallery

Entstehung

Im Frühjahr 1990 nach dem Fall der Mauer

Länge

1.316 Meter (längste Mauergalerie der Welt)

Gestaltung

118 Künstler aus 21 Ländern beteiligten sich an der Bemalung der Mauergalerie, darunter bekannte Künstler wie Thomas Klingenstein, Thierry Noir, Jim Avignon und Bodo Sperling.

Bilder

Gut hundert Gemälde säumen die Mauerwände. Thema sind die politischen Veränderungen 1989/90.

Eröffnung

Am 28. September 1990 wurde die East Side Gallery offiziell eröffnet. Im Jahr darauf wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.

Sanierung

1996 gründete sich die Künstlerinitiative East Side Gallery, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Mauergalerie instand zu halten. 2000 und 2008 kümmerte sich der Verein um die Sanierung der Galerie.

Teilversetzung

2006 wurde ein Teil der East Side Gallery versetzt. Grund war der Bau einer Veranstaltungshalle gegenüber des Denkmals.

Aktuelle Debatte

Wegen eines Brückenzugangs soll ein weiterer Teil des Kunstwerks versetzt werden. Das hat in der Berliner Bevölkerung großen Unmut ausgelöst. Der Verein „East Side Gallery“ fordert, die Mauer in ihrer Gänze zu erhalten.

Hasselhoff hatte das Lied 1989 an der Mauer gesungen und stand damit wochenlang in den deutschen Hitlisten. Viele verbinden das Lied deshalb bis heute mit dem Mauerfall. Nun besucht der Sänger erneut die deutsche Hauptstadt, um sich für den Erhalt des historischen Denkmals einzusetzen.

Die von internationalen Künstlern bemalte East Side Gallery sei der letzte Platz, an dem die Menschen sich an die Geschehnisse in der DDR erinnern und darüber sprechen könnten, sagt der amerikanische Sänger und Schauspieler bei einer Pressekonferenz. „Dieses letzte Stück Mauer sollte wirklich unantastbar sein.“

East Side Gallery Berlin: Scheinheiliger Protest oder notwendiges Engagement?

East Side Gallery Berlin

Scheinheiliger Protest oder notwendiges Engagement?

Die Teilversetzung der East Side Gallery sorgt für Diskussionen. Ein Pro und Contra.

Anschließend hatte das Bündnis „East Side Gallery!“ zu einem Mauerspaziergang mit Hasselhoff eingeladen, zu dem tausende Demonstranten kamen. Für den Sänger selbst wird es jedoch kein wirklicher Spaziergang: Unzählige Fans und Journalisten umringen „The Hoff“ auf dem Weg zu dem gelben Transporter, von dem aus er a capella „Looking for Freedom“ singt. Die Polizei bahnt ihm mühsam den Weg.

An der bunt bemalten Mauer entlang wird Hasselhoff von der jubelnden Menge begleitet. Viele sind nur gekommen, um den groß angekündigten Auftritt des Sängers live mitzuerleben. Ständig klicken Handys und Kameras. Drei Fans fahren mit ihrem schwarzen Pontiac, dem aus Hasselhoffs Serie „Knight Rider“ bekannten Auto, hinter dem Menschenzug her.

Anlass der erneuten Demonstration sind Befürchtungen, das insgesamt 1,3 Kilometer lange Mauerstück könne weiter durchbrochen werden. Anfang März hatte ein Bagger bereits ein erstes Teilstück herausgerissen - ob für ein dahinter liegendes Hochhaus oder für eine Fußgängerbrücke, ist bis heute nicht ganz klar. Ein vorläufiger Baustopp endet in der kommenden Woche. Ob Hasselhoffs Protest etwas daran ändert, bleibt am Sonntag zunächst offen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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exopolitik

17.03.2013, 23:57 Uhr

Ich war auch dabei und hier ist mein Video: http://www.youtube.com/watch?v=aKGdCdmdh_I

mx1

18.03.2013, 08:27 Uhr

Für mich gibt es hier nur einen Weg.
Die Bürger, die in Berlin leben sollten darüber abstimmen. Es ist ihre Stadt und damit ganz alleine ihre Sache, ob sie die letzten Mauerstücke noch haben wollen.
Kein Politiker, Baureferent und schon gar kein Baulöwe haben darüber zu bestimmen.
Mehr Demokratie für Bürger!

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